Drei-Personen-Musterhaushalt 2005/2006: Pro Woche rund 50 Cent mehr für Strom / Rund 40 Prozent Staatsanteil an der Stromrechnung / Preisanstieg in fast allen europäischen Ländern
(Berlin) - Ein Drei-Personen-Musterhaushalt zahlt Anfang 2006 in Deutschland monatlich knapp 57 Euro für Strom. Das sind im Bundesdurchschnitt rund 50 Cent pro Woche oder zwei Euro im Monat mehr als im Vorjahr und entspricht einem Zuwachs von vier Prozent im Vergleich zu 2005, ermittelte der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin. Grundlage der Berechnung seien sowohl die von den Ministerien der Länder genehmigten Allgemeinen Preise der Grundversorgung als auch weitere Stromprodukte, die im Markt angeboten werden.
In den meisten europäischen Staaten bewirkten nach Angaben des Branchenverbandes vor allem die steigenden Großhandelspreise eine Erhöhung der Stromrechnungen für die Haushalte: Bis Mitte 2005 kletterten die Strompreise in Europa um zwei bis 15 Prozent. In Deutschland belaste außerdem der Staat die Rechnung überdurchschnittlich: Mit 22 Euro im Monat zahlt der Kunde rund 40 Prozent seiner Stromrechnung für Steuern und Abgaben, rechnete der VDEW vor. Der größte Brocken bei den Staatslasten sei die Mehrwertsteuer mit knapp acht Euro im Monat. Nochmals rund sechs Euro entfallen auf die Stromsteuer, berichtete der VDEW. Die Konzessionsabgaben schlagen mit gut fünf und das Erneuerbare-Energien-Gesetz mit zwei Euro im Monat zu Buche.
Der reine Strompreis - vor Steuern und Abgaben - ist Anfang 2006 mit knapp 35 Euro immer noch gut sieben Prozent günstiger als 1998, betonte der VDEW. Damals habe der Strompreis ohne Staatslasten fast 38 Euro betragen.
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Verband der Elektrizitätswirtschaft e.V. (VDEW), Hauptgeschäftsstelle
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