Pressemitteilung | Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
Anzeige

Entwicklung der internationalen Automobilmärkte / Westeuropa: Pkw-Absatz 2005 steuert auf Vorjahresergebnis zu / Deutschland, Frankreich und Spanien als Gewinner im bisherigen Jahresverlauf / Die Neuzulassungen von Diesel-Pkw nehmen weiter zu

(Frankfurt am Main) - Der Pkw-Absatz in Westeuropa steuert auf das Niveau des Vorjahres zu: Von Januar bis November wurden - trotz durchgängig höherer Kraftstoffpreise sowie eines weiterhin nur mäßigen Wirtschaftswachstums - mit rund 13,5 Mio. Pkw (+0,1 Prozent) nahezu gleich viele Fahrzeuge abgesetzt wie im Vorjahreszeitraum. Unter den Volumenmärkten konnten im bisherigen Jahresverlauf Deutschland und Frankreich (jeweils +3 Prozent) sowie Spanien (+1 Prozent) zulegen. Großbritannien (-6 Prozent) und Italien (-1 Prozent) mussten hingegen Rückgänge hinnehmen.

Im November blieb der Pkw-Absatz in Westeuropa mit voraussichtlich 1,11 Mio. Fahrzeugen 3 Prozent hinter dem Vorjahresmonat zurück. In Frankreich lagen die Verkäufe mit 172.200 Pkw 2 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Der Absatzrückgang reflektiert die momentane Schwäche des Verbrauchervertrauens. Während die inländischen Hersteller (-8 Prozent) deutliche Einbußen hinnehmen mussten, legten die ausländischen Anbieter gegen den Markttrend (+6 Prozent) zu. Mercedes (+20 Prozent) sowie VW (+21 Prozent) konnten ihren Absatz deutlich steigern. Der Marktanteil der ausländischen Anbieter belief sich auf 46 Prozent; ein Plus von 3,6 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahresmonat. Den größten Anteil mit 28 Prozent stellten hierbei die deutschen Hersteller.

In Spanien wurden im November mit 119.400 Pkw 4 Prozent weniger Fahrzeuge neu zugelassen als ein Jahr zuvor. Erschwert wurde das Pkw-Geschäft durch einen Streik im Seat-Werk in Martorell. Hinzu kommt die gegenwärtig hohe Teuerungsrate, die mit 3,5 Prozent deutlich über dem EU-Durchschnitt liegt und die Kaufkraft der spanischen Verbraucher beeinträchtigt.

In Großbritannien erweist sich die seit Jahresmitte deutlich eingetrübte Konsumlaune weiterhin als belastender Faktor. Insgesamt wurden mit 158.500 Pkw 8 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft. Insbesondere die private Pkw-Nachfrage entwickelt sich in diesem Umfeld weiterhin schwach; diese gab im November sogar um 16 Prozent nach.

In Italien legten dagegen die Verkäufe im November um 3 Prozent zu. Dies war, getragen von der Einführung wichtiger neuer Modelle sowie einer deutlichen Erholung des Konsumklimas, der sechste Monat in Folge mit einem positiven Zulassungsergebnis. Die deutschen Hersteller steigerten ihren Absatz in Italien um 4 Prozent auf 63.500 Fahrzeuge und erreichten einen Marktanteil von 35,8 Prozent (+0,3 Prozentpunkte).

Der Anteil der Diesel-Pkw an den neu zugelassenen Pkw erhöhte sich von Januar bis Oktober 2005 um 1,2 Prozentpunkte auf 48,7 Prozent. Mit insgesamt 6,02 Mio. Fahrzeugen wurden 3 Prozent mehr Selbstzünder verkauft, während der Absatz von Benzin-Pkw um 2 Prozent auf 6,34 Mio. Einheiten zurückging. Die deutschen Hersteller konnten von der weiterhin positiven Dieselnachfrage überdurchschnittlich profitieren und steigerten ihre Ausfuhr von Diesel-Pkw in die westeuropäischen Nachbarländer um 10 Prozent und erreichten damit einen Marktanteil von nahezu 51 Prozent.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) Eckehart Rotter, Pressereferent Westendstr. 61, 60325 Frankfurt am Main Telefon: (069) 975070, Telefax: (069) 97507261

Logo verbaende.com
NEWS TEILEN:

NEW BANNER - Position 4 - BOTTOM

Anzeige