Pressemitteilung | Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) - Bundesgeschäftsstelle
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Erklärung von Warnemünde: DJV stellt Kernforderungen

(Rostock/Warnemünde) - In der Erklärung von Warnemünde, verabschiedet beim DJV-Verbandstag 2008 in Rostock-Warnemünde, haben die Delegierten des Deutschen Journalisten-Verbands ihre Kernforderungen zur Zukunft des Journalismus formuliert: Es gelte unbedingt, die journalistische Unabhängigkeit zu wahren. Die Arbeitsbedingungen müssten verbessert und Qualität angemessen entlohnt werden, heißt es in der Erklärung. Die Verleger werden aufgefordert, zur Tariftreue zurückzukehren und keine Redakteurinnen und Redakteure im Status von Leiharbeitern und scheinselbständigen Pauschalisten mehr zu beschäftigen.

In Sorge um die freien Journalistinnen und Journalisten ruft der DJV den Gesetzgeber und die Medienunternehmer auf, ausreichende wirtschaftliche und soziale Lebensbedingungen für die Freien zu erhalten. Insbesondere das im Urhebervertragsrecht seit 2002 verankerte Recht auf angemessene Vergütung müsse endlich realisiert werden, wird in der Erklärung betont.

Pressefreiheit sei mehr als Unterhaltungsfreiheit. Ihre Umsetzung dürfe nicht den Ausschlägen der Konjunktur überlassen bleiben. Medienpolitik sei schließlich keine Politik zur Schaffung und Stärkung von wirtschaftlichem Erfolg, sondern der Beitrag des Staates zur Verwirklichung eines ganz wesentlichen Elements der demokratischen Ordnung.

Der DJV selbst will den konstruktiven Dialog mit Medienunternehmern über die Tarifverhandlungen hinaus weiter fördern. Auch in Zukunft soll gemeinsam für gemeinsame Ziele gekämpft werden, wie das beispielsweise bereits beim beiderseitigen Einsatz für eine Begrenzung der Abgabe für PC-Drucker der Fall war.

DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken sagte: "Wir fordern mit der Warnemünder Erklärung öffentlich die Verleger und den Gesetzgeber auf, dafür Sorge zu tragen, dass der unabhängige Qualitätsjournalismus Bestand haben kann. Unabhängige Journalisten sind eine wichtige Säule der Demokratie."

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) Hendrik Zörner, Pressesprecher, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Pressehaus 2107, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin Telefon: (030) 7262792-0, Telefax: (030) 7262792-13

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