EU-Energiepolitik stärken / VDI begrüßt energiepolitisches Grünbuch der EU-Kommission / Experten fordern bessere Informationspolitik / Energieforschung ausbauen
(Düsseldorf) - Die VDI-Gesellschaft Energietechnik (GET) begrüßt das energiepolitische Grünbuch der Europäischen Kommission, fordert jedoch weitergehende Maßnahmen. Nach der Sicherung der Versorgung besteht das wichtigste Ziel darin, Ökonomie und Ökologie in Übereinstimmung zu bringen. Energieeffizienz, kostengünstige Nutzung regenerativer Energieträger und die Entwicklung CO2-armer Technologien sind voranzutreiben, mahnt Professor Klaus Riedle, Vorsitzender der GET. Bei der Energieeffizienz ist sowohl auf hohe Wirkungsgrade bei der Energieumwandlung fossiler Energieträger und Biomasse als auch auf die rationelle Nutzung der Endenergie zu achten.
Auch in der Kernenergie sieht der VDI-Experte weiterhin eine Zukunft: Kernenergie leistet heute bereits einen wesentlichen Anteil einer CO2-freien und wettbewerbsfähigen Stromversorgung, der bevorzugt in den politisch stabilen Ländern der EU weiter ausgebaut werden sollte.
Die Energieforschung muss vorurteilsfrei in allen Bereichen wieder intensiviert werden, um den künftigen Herausforderungen begegnen zu können.
Der VDI fordert von den Medien und der Politik sachgerechtere Informationen zur Energietechnik und einen ständigen Dialog der großen Energieversorger mit den Verbrauchern, sagt Riedle. Investitionen in die Energiebereitstellung seien kapitalintensiv und amortisierten sich erst nach vielen Jahren. Sie erforderten daher ein hohes Maß an gesellschaftlicher Akzeptanz. Letzteres gelte beispielsweise für Pilotvorhaben wie dem CO2-freien Kohlekraftwerk im brandenburgischen Spremberg. Wir brauchen Pilotanlagen, um Technologien zu erproben und ihre Wirtschaftlichkeit prüfen zu können, ergänzt Riedle.
In allen Bereichen müsse die Weiterentwicklung EU-weit vorangetrieben werden, um eine effiziente Mobilität, Wärmeversorgung und Stromerzeugung auch in Zukunft zu gewährleisten. Dazu zählen nicht nur Kraftwerke mit hohem Wirkungsgrad, sondern auch sparsame Antriebe und eine intelligente, rekuperative Wärmeversorgung. Den Herausforderungen bei der Windenergie ist von allem durch den zuverlässigen Offshorebetrieb größerer Einheiten in Verbindung mit dem Ausbau der Stromnetze zu begegnen. Bei der Solarenergie sei nicht nur an die Photovoltaik, sondern vor allem an die verbesserte Nutzung zur Raumheizung sowie an die solarthermische Stromerzeugung zu denken.
Die Weiterentwicklung dieser verschiedenen Technologien stärkt nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Industrien sondern erlaubt auch zu beiderseitigem Nutzen langfristige Partnerschaften mit den Lieferländern der fossilen Energieträger einzugehen. Das betrifft zum Beispiel die gemeinsame Entwicklung innovativer Verfahren zur Öl- und Gasgewinnung und die Erschließung neuer Quellen wie der Gashydrate.
Eine sichere und kostengünstige Energieversorgung ist Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit und den Erhalt des Beschäftigungsniveaus und des Lebensstandards in Europa und gibt damit die wirtschaftliche Basis für den Erfolg von Umweltschutzmaßnahmen und CO2-Minderung. Jede Art der Energieversorgung ist jedoch auch mit Risiken und Umweltauswirkungen verbunden. Um diese zu beherrschen, benötigen wir mehr und bessere Technologien, die wir frühzeitig bereitstellen müssen.
Quelle und Kontaktadresse:
VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V., Hauptgeschäftsstelle
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