Europa: Deutliche Absatzbelebung im Februar / Westeuropa legt um 8 Prozent zu / Deutsche Hersteller zu Jahresbeginn erfolgreich
(Frankfurt am Main) - In Europa legten die Pkw-Neuzulassungen im Februar um 9 Prozent auf 1,2 Mio. Fahrzeuge zu. Die Verkäufe in Westeuropa stiegen um 8 Prozent. Eine noch höhere Dynamik erreichten die Neuen EU-Länder mit einem Zuwachs von 21 Prozent.
Im bisherigen Jahresverlauf liegt der Pkw-Absatz in Europa mit 2,5 Mio. Fahrzeugen 4 Prozent über dem Vergleichszeitraum. Die Verkäufe in Westeuropa erhöhten sich um knapp 3 Prozent, der Absatz in den Neuen EU-Ländern stieg sogar um 19 Prozent. Die deutschen Hersteller weiteten zu Jahresbeginn ihren Marktanteil in Westeuropa auf rund 46 Prozent aus, in den Neuen EU-Ländern lag ihr Anteil mit gut 43 Prozent ebenfalls auf hohem Niveau.
In Frankreich wurden im Februar mit 175.100 Pkw 11 Prozent mehr Fahrzeuge neu zugelassen. Von der seit Jahresbeginn gültigen CO2-Strafsteuer, mit dem an den CO2-Ausstoß gebundenen Bonus-Malus-System, profitierten die einheimischen Anbieter erneut am stärksten; sie steigerten ihre Verkäufe um 14 Prozent. Die ausländischen Hersteller übertrafen das Vorjahresniveau um 8 Prozent, die deutschen Marken um 4 Prozent.
In Großbritannien wurden im Februar mit 69.600 Pkw 5 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft. Die private Nachfrage gab um 4 Prozent nach, die gewerblichen Verkäufe lagen 6 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Die deutschen Marken konnten auf dem britischen Markt erneut Akzente setzen: Mit 35.900 Fahrzeugen erreichten sie ein stabiles Absatzergebnis. Damit steigerten sie ihren Anteil an den in Großbritannien neu zugelassenen Pkw um 2 Prozentpunkte auf inzwischen rund 52 Prozent.
In Italien lag der Pkw-Absatz im Februar mit 216.900 Fahrzeugen 4 Prozent unter dem Vorjahr. Der nachlassende Effekt der staatlichen Verschrottungsprämie und das sinkende Vertrauen der Verbraucher in die künftige wirtschaftliche Entwicklung sind für die rückläufige Marktentwicklung verantwortlich. In diesem schwierigen Umfeld konnten die deutschen Hersteller ihre Verkäufe stabil halten und erhöhten damit ihren Marktanteil um 1 Prozentpunkt auf über 34 Prozent.
In Spanien fielen die Neuzulassungen im Februar dank eines im Vorfeld der Osterferien anziehenden Mietwagengeschäfts (+81 Prozent) mit 121.400 Pkw um 1 Prozent höher aus. Angesichts schwächerer Wirtschaftsdaten gab die private Nachfrage
(-12 Prozent) deutlich nach; der Absatz von Firmenwagen (-4 Prozent) fiel ebenfalls rückläufig aus.
Die dynamische Entwicklung in den Neuen EU-Ländern setzt sich auch zu Jahresbeginn weiter fort: Im Februar wurden mit 94.800 Fahrzeugen 21 Prozent mehr Pkw neu zugelassen. Insbesondere in Rumänien (+37 Prozent) sowie in Polen (+28 Prozent) fielen die Zuwächse erneut kräftig aus. Von Januar bis Februar lagen die Verkäufe in den Neuen EU-Ländern mit einem Plus von 19 Prozent deutlich über dem Vorjahr. Treibender Faktor dieser erfreulichen Entwicklung ist vor allem der sich positiv entwickelnde private Konsum, der von steigenden Haushaltseinkommen und einer zunehmenden Beschäftigung getragen wird.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
Eckehart Rotter, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Westendstr. 61, 60325 Frankfurt am Main
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