Europa: Pkw-Absatz im 1. Halbjahr 2007 auf Vorjahresniveau / Westeuropa leicht rückläufig / Neue EU-Länder weiter im Aufwind / Deutsche Hersteller sehr erfolgreich
(Frankfurt am Main) - Im ersten Halbjahr 2007 stabilisierte sich der Absatz in Europa mit 8,5 Mio. Pkw (-0,2 Prozent) in etwa auf Vorjahresniveau. Die Verkäufe in Westeuropa gaben um 1 Prozent nach. Der Pkw-Absatz in den Neuen EU-Ländern zeigte sich mit einem Zuwachs von 15 Prozent in den ersten sechs Monaten dieses Jahres in einer starken Verfassung.
Die deutschen Hersteller konnten im westeuropäischen Markt auch im laufenden Jahr ihre Erfolgsstory fortsetzen. Außerhalb Deutschlands steigerten sie ihren Marktanteil um einen halben Prozentpunkt. Insgesamt erreichten sie in Westeuropa einen Anteil von nahezu 47 Prozent. In den Neuen EU-Ländern blieb der Marktanteil der deutschen Hersteller mit etwa 45 Prozent weiterhin auf hohem Niveau.
Im Juni wurden in Europa mit über 1,5 Mio. Pkw knapp 1 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft als im Vorjahresmonat. Dabei fiel der Absatz in Westeuropa leicht rückläufig (-0,6 Prozent) aus, die Neuzulassungen in den Neuen EU-Ländern haben dagegen weiter an Dynamik gewonnen (+21 Prozent).
In Großbritannien wurden im Juni 2 Prozent mehr Pkw abgesetzt. Positive Signale kamen dabei sowohl von der privaten Pkw-Nachfrage, die um 2 Prozent zulegte, als auch von den gewerblichen Käufen, die um 1 Prozent stiegen. Von Januar bis Juni wurden mit annähernd 1,3 Mio. Fahrzeugen 2 Prozent mehr Pkw neu zugelassen. Die deutschen Marken steigerten ihren Absatz in Großbritannien um 4 Prozent auf 524.400 Fahrzeuge und erreichten damit einen Marktanteil von über 41 Prozent, ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahreszeitraum.
Der Pkw-Markt in Frankreich war im Juni um 3 Prozent rückläufig. Im ersten Halbjahr 2007 lagen die Verkäufe mit 1,1 Mio. Pkw ebenfalls 3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die französischen Hersteller (-7 Prozent) mussten auf ihrem Heimatmarkt erneut Marktanteilsverluste hinnehmen, nachdem sie bereits im vergangenen Jahr nahezu zwei Prozentpunkte eingebüßt hatten. Der Absatz der ausländischen Anbieter stieg dagegen um 3 Prozent und erreichte einen Anteil von annähernd 47 Prozent (+3 Prozentpunkte). Dabei entfielen 61 Prozent der Neuzulassungen ausländischer Anbieter auf deutsche Marken; sie steigerten ihren Marktanteil um 1 Prozentpunkt auf über 28 Prozent.
In Italien übertraf der Pkw-Absatz im Juni das Vorjahresergebnis um 8 Prozent. Seit Beginn dieses Jahres fördert die Regierung in Rom die Neuanschaffung von Euro 4- Pkw mit einer zweijährigen Steuerbefreiung und einer Verschrottungsprämie. Unterstützt durch diese staatliche Subvention zogen die Verkäufe seit Jahresbeginn um 7 Prozent auf gut 1,4 Mio. Fahrzeuge an. Insbesondere die italienischen Hersteller konnten hiervon profitieren und steigerten ihren Marktanteil um 1 Prozentpunkt auf 32 Prozent.
In Spanien lagen die Pkw-Neuzulassungen im Juni 2 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Im ersten Halbjahr 2007 unterschritt der Absatz mit 852.000 Pkw das Vergleichsniveau ebenso um 2 Prozent. Während das Mietwagengeschäft sowie der Verkauf von Firmenwagen zulegten, gab die private Pkw-Nachfrage um 6 Prozent nach.
Der Pkw-Absatz in den Neuen EU-Ländern befand sich im ersten Halbjahr 2007 deutlich im Aufwind: Mit 575.000 Fahrzeugen wurden 15 Prozent mehr Pkw neu zugelassen. Insbesondere in Polen (+25 Prozent) und Rumänien (+29 Prozent) waren kräftige Zuwächse zu verzeichnen. Wachstumsspitzenreiter unter den Neuen EU-Ländern waren die Baltischen Staaten mit einem Zulassungsplus von über 40 Prozent. In Ungarn (-12 Prozent) wurden im Zuge von Steuer- und Zinserhöhungen dagegen weniger Fahrzeuge abgesetzt.
Die positive Pkw-Nachfrage in den Neuen EU-Ländern wird durch die anhaltende dynamische Wirtschaftsentwicklung getragen. Hohe Lohnzuwächse sowie der Rückgang der Arbeitslosigkeit in einem Großteil dieser Länder haben den Ausgaben der privaten Haushalte starken Auftrieb gegeben. Hinzu kommt eine rege Investitionstätigkeit, die durch die gestiegenen Unternehmensgewinne unterstützt wird. In Kombination mit dem unvermindert hohen Ersatzbedarf verleiht dies der Pkw-Nachfrage in den Neuen EU-Ländern derzeit kräftige Impulse.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
Eckehart Rotter, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Westendstr. 61, 60325 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 975070, Telefax: (069) 97507261
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