Europa: Pkw-Absatz im Januar leicht unter Vorjahresniveau / Steueränderungen belasten Nachfrage in Westeuropa / Neuzulassungen in den Neuen EU-Ländern weiterhin sehr lebhaft
(Frankfurt am Main) - Der Pkw-Absatz in Europa lag im Januar mit 1,3 Mio. Fahrzeugen (-0,3 Prozent) leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Verkäufe in Westeuropa gaben vor allem in Folge von Steueränderungen in einigen wichtigen Ländern um 2 Prozent nach. Dagegen war die Nachfrage in den Neuen EU-Ländern zu Jahresbeginn mit einem Zuwachs von 20 Prozent weiter aufwärts gerichtet.
In Frankreich wurden im Januar mit 162.200 Pkw 6 Prozent weniger Fahrzeuge neu zugelassen. Die Auswirkungen des neuen, an den CO2-Ausstoß gebundenen Bonus-Malus-Systems wurden deutlich sichtbar. Während die einheimischen Anbieter ihre Verkäufe nahezu stabil halten konnten, war der Absatz der ausländischen Anbieter mit einem Minus von 11 Prozent stark rückläufig. Die deutschen Marken verloren 9 Prozent. Es ist davon auszugehen, dass die französischen Hersteller auch in den kommenden Monaten von der Steuerumstellung profitieren.
In Großbritannien wurden im Januar mit 162.100 Pkw 2 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft. Die private Nachfrage gab um 5 Prozent nach, die gewerblichen Verkäufe entwickelten sich stabil. Zu den klaren Gewinnern gehörten die deutschen Marken: Mit 81.200 Fahrzeugen steigerten sie ihren Absatz gegen den rückläufigen Gesamtmarkt um 3 Prozent. Damit trug die Hälfte aller zu Jahresbeginn in Großbritannien neu zugelassenen Pkw ein deutsches Konzernmarkenzeichen.
In Italien lag der Pkw-Absatz im Januar mit 232.200 Fahrzeugen 7 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Nach dem Rekordjahr 2007, angeheizt durch Steuererleichterung und Verschrottungsprämie beim Kauf eines Neuwagens, dürften die Neuzulassungen in diesem Jahr deutlich rückläufig ausfallen. Die staatliche Subvention wurde zwar verlängert, allerdings wird der kurzfristige positive Impuls für die Nachfrage im weiteren Jahresverlauf immer mehr verpuffen.
In Spanien fielen die Neuzulassungen im Januar mit 101.600 Pkw um 13 Prozent schwächer aus. Hier machten sich die zu Jahresbeginn geänderte Zulassungssteuer, die künftig auf den CO2-Ausstoß statt auf Motorengröße basiert, sowie die ausgelaufene Verschrottungsprämie für Altautos deutlich bemerkbar. Einzig im Mietwagengeschäft konnte im Monat Januar ein Zuwachs verzeichnet werden. Dagegen gaben sowohl die private Nachfrage (-21 Prozent) als auch der Absatz von Firmenwagen (-7 Prozent) deutlich nach.
Die Neuen EU-Länder starteten dynamisch in das neue Jahr: Mit 101.500 Fahrzeugen wurden im Januar 20 Prozent mehr Pkw neu zugelassen. Insbesondere in Rumänien (+35 Prozent) sowie in Polen (+25 Prozent) fielen die Zuwächse kräftig aus. Angesichts der anhaltend positiven Wirtschaftsentwicklung in dieser Region mit steigenden Lohneinkommen und Unternehmensgewinnen sowie des unverändert hohen Ersatzbedarfs kann auch für das Gesamtjahr 2008 mit einer lebhaften Nachfrage nach neuen Pkw gerechnet werden.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
Eckehart Rotter, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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