Europa: Pkw-Absatz im Mai um 2 Prozent rückläufig / Dieselfahrzeuge in Westeuropa legen gegen den Trend zu / Weiterhin lebhafte Nachfrage in den neuen EU-Ländern
(Frankfurt am Main) - Der Pkw-Absatz in Europa lag im Mai mit 1,4 Mio. Fahrzeugen 2 Prozent unter dem Vorjahr. Allerdings stand in einer Reihe von Ländern ein Arbeitstag weniger zur Verfügung. Die Verkäufe in Westeuropa waren um 2,5 Prozent rückläufig. Dagegen blieb die Nachfrage in den neuen EU-Ländern mit einem Plus von 2 Prozent weiterhin lebhaft. Unter den Volumenmärkten in Westeuropa konnte lediglich Italien (+7 Prozent) zulegen. Während der Absatz in Spanien ein stabiles Ergebnis erreichte, gaben die Verkäufe in Deutschland (-11 Prozent), in Frankreich (-3 Prozent) sowie in Großbritannien (-2 Prozent) nach.
Im bisherigen Jahresverlauf lag der Absatz in Europa mit annähernd 7 Mio. Pkw (-0,6 Prozent) leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Verkäufe in Westeuropa gaben um 1 Prozent nach. Die deutschen Hersteller konnten ihren im letzten Jahr noch einmal deutlich vergrößerten Marktanteil (46,2 Prozent) erfolgreich verteidigen. Einmal mehr entwickelte sich im bisherigen Jahresverlauf die Nachfrage nach Dieselfahrzeugen erfreulich. Diese legte um 3 Prozent zu, während der Absatz von Benzinern um 5 Prozent nachgab. Damit waren 52 Prozent der neu in Westeuropa zugelassenen Pkw mit einem Selbstzünder ausgestattet. Dieser neue Höchststand zeigt auch, dass die Kunden in Europa mit ihrer Entscheidung für den Clean Diesel, bei dem die deutschen Hersteller führend sind, einen aktiven Beitrag zur CO2-Senkung leisten. Denn der Diesel ist gegenüber dem Benziner um 25 Prozent kraftstoffeffizienter.
Die Absatzentwicklung im Mai fiel auf den einzelnen Märkten unterschiedlich aus. So wurden in Frankreich mit 172.400 Pkw 3 Prozent weniger Fahrzeuge neu zugelassen. Sowohl die Verkäufe der französischen Hersteller als auch die der ausländischen Marken gaben um 3 Prozent nach. Unter den deutschen Herstellern konnten BMW (+14 Prozent) und VW (+1 Prozent) gegen den Trend zulegen. Nach den erfolgten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen sollten sich das Verbrauchervertrauen und die Pkw-Nachfrage spätestens in der zweiten Jahreshälfte erholen.
In Großbritannien wurden im Mai mit 185.800 Pkw 2 Prozent weniger Fahrzeuge abgesetzt. Die private Nachfrage gab um 3 Prozent nach und erreichte einen Anteil von 43,7 Prozent. Zu dem Nachfragerückgang dürften vor allem die gestiegenen Leitzinsen beigetragen haben. Die deutschen Hersteller konnten ihre Verkäufe weitgehend stabil halten und verbuchten damit einen Marktanteil von 43 Prozent, ein Zuwachs von 0,5 Prozentpunkten. Audi (+24 Prozent) und BMW (+6 Prozent) steigerten ihre Verkäufe sogar deutlich.
In Italien lag der Pkw-Absatz im Mai mit 245.400 Fahrzeugen 7 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Die Nachfrage profitiert weiterhin von der zweijährigen Steuerbefreiung und der Verschrottungsprämie für Altfahrzeuge beim Kauf eines Neuwagens. Vor dem Hintergrund der zunächst bis Jahresende befristeten staatlichen Unterstützung ist auch in den kommenden Monaten mit Zuwächsen auf dem italienischen Markt zu rechnen.
In Spanien erreichten die Pkw-Neuzulassungen im Mai mit 153.400 Pkw ein stabiles Ergebnis. Dies ist ein respektables Resultat, da der Vorjahresmonat das für einen Mai höchste Zulassungsergebnis aller Zeiten aufwies.
Die neuen EU-Länder weisen weiterhin eine gute Dynamik beim Pkw-Absatz auf. Im Mai wurden mit 98.500 Fahrzeugen 2 Prozent mehr Pkw neu zugelassen. Insbesondere in Polen (+26 Prozent) sowie in Slowenien (+12 Prozent) fiel der Zuwachs kräftig aus. Von Januar bis Mai kletterten die Verkäufe in den neuen EU-Ländern um 11 Prozent. Die positive Entwicklung wird durch die anhaltende dynamische Wirtschaftsentwicklung getragen. Unterstützt durch die positive Beschäftigungsentwicklung und steigende Einkommen hat sich in einem Großteil der Länder der private Konsum zur Hauptstütze der Konjunktur entwickelt. In Kombination mit dem unvermindert hohen Ersatzbedarf verleiht dies der privaten Pkw-Nachfrage einen starken Auftrieb. Aber auch aus dem gewerblichen Bereich kommen dank guter Entwicklung der Unternehmensgewinne positive Impulse für den Pkw-Absatz.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
Pressestelle
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