Pressemitteilung | Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
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Exportmärkte weiter auf Wachstumskurs / Hohe Spritpreise und Verschiebung der Kfz-Steuerreform bringen Inlandsmarkt ins Stocken

(Frankfurt am Main) - Die seit fünf Jahren andauernde erfreuliche Ausfuhrdynamik der deutschen Pkw-Hersteller setzt sich weiter fort. In den ersten fünf Monaten des Jahres legte der Auslandsabsatz um gut 3 Prozent auf knapp 2 Mio. Einheiten zu. Trotz erheblicher Herausforderungen von der Währungsseite und einer verhaltenen Automobilkonjunktur auf den Triademärkten konnten die deutschen Hersteller ihre führende Position in der Welt weiter festigen. Mit 344.000 Fahrzeugen wurden im Mai zwar 4 Prozent weniger an ausländische Kunden geliefert, arbeitstäglich bereinigt legte der Export aber nochmals leicht zu.

Der Inlandsmarkt ist dagegen im Mai 2008 ins Stocken geraten. Mit 275.000 Pkw wurde das Neuzulassungsvolumen des Vorjahres um 6 Prozent unterschritten. Zwar stand im Mai ein Arbeitstag weniger zur Verfügung, aber auch um diesen Effekt bereinigt lag der Absatz leicht unter dem Zulassungsergebnis des letzten Jahres. Neben der anhaltend enormen Belastung der Autofahrer durch die massiven Kraftstoffpreissteigerungen beeinträchtigt die Verunsicherung der Kunden durch die abermals verschobene Kfz-Steuerreform die Pkw-Nachfrage. Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA): „Wir brauchen endlich Klarheit über die Ausgestaltung der steuergesetzlichen Rahmenbedingungen, um den Knoten auf dem Inlandsmarkt zu lösen. Die ökologisch zwingend notwendige Modernisierung des deutschen Fuhrparks darf nicht zum Spielball tagespolitischen Kalküls werden.“

Zwar liegt der Inlandsmarkt nach fünf Monaten mit einem Zuwachs von 4 Prozent auf 1,33 Mio. Pkw noch auf Stabilisierungskurs, die aktuellen Auftragseingänge aus dem Inland unterstreichen allerdings die neuerliche Verunsicherung des Marktes. Die Inlandsbestellungen haben sich im Mai spürbar abgekühlt (-9 Prozent). „Die aktuelle Preisentwicklung an der Zapfsäule bremst die Kaufbereitschaft. Wir sehen diese Entwicklung mit Besorgnis; insbesondere der starke Preisanstieg für Diesel ist aus steuerlichen Gründen nicht nachvollziehbar. Um die anspruchsvollen Klimaschutzziele zu erreichen, ist der Diesel mit seinen unbestrittenen Effizienzvorteilen und daraus resultierenden deutlich niedrigeren CO2-Emissionen unverzichtbar. Die Politik könnte mit einer Rücknahme der Reduzierung der Pendlerpauschale aktiv zur Entlastung der Autofahrer beitragen “, betonte der VDA-Präsident.

Getragen von dem robusten Exportgeschäft konnten die deutschen Automobilhersteller im bisherigen Jahresverlauf mit über 2,5 Mio. Einheiten 3 Prozent mehr Pkw produzieren als ein Jahr zuvor. Im Mai rollten zwar 5 Prozent weniger Pkw von den Bändern, arbeitstäglich bereinigt wurde das bereits sehr hohe Produktionsvolumen des Vorjahres aber wieder erreicht.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) Eckehart Rotter, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Westendstr. 61, 60325 Frankfurt am Main Telefon: (069) 975070, Telefax: (069) 97507261

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