Pressemitteilung | (HESSENMETALL) Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen e.V.
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Fasbender: "Wer den Bogen überspannt, wird den Wachstumsmotor abwürgen und gefährdet Investitionen und Arbeitsplätze."

(Frankfurt) - "Es ist völlig falsch, die hervorragende Entwicklung des Jahres 2006 einfach linear fortzuschreiben. Die Metall- und Elektro-Industrie wird 2007 nur noch um 3,5 Prozent wachsen, nach 6,5 Prozent im vergangenen Jahr. Der Tarifabschluss muss daher deutlich unter dem Abschluss von 2006 liegen", sagte Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Hessen Metall anlässlich der Forderungsempfehlung des IG Metall-Vorstands heute (6. Februar 2007). Natürlich würden die Arbeitgeber bei den im März anlaufenden Tarifverhandlungen die Leistungsentwicklung der Branche gemessen an der gesamtwirtschaftlichen Produktivität, den Erhalt ihrer Wettbewerbsfähigkeit angesichts der internationalen Preis- und Kostenrelationen und auch die konjunkturelle Entwicklung berücksichtigen. Die M+E-Industrie in Hessen wolle ihre Mitarbeiter an der guten wirtschaftlichen Lage beteiligen, aber ohne die Unternehmen dauerhaft zu belasten. Das gelinge am besten mit einem zweigeteilten Tarifabschluss, der einerseits eine moderate tabellenwirksame Steigerung umfasse und andererseits auf die gute konjunkturelle Lage 2006 mit einem einmaligen Konjunkturbonus reagiere.

Bei einem überhöhten Tarifabschluss jedoch würden Investitionen und Beschäftigung sinken und der eben angesprungene Wachstumsmotor abgewürgt. "Wir haben es gerade mit großer Anstrengung geschafft, dass die Lohnstückkosten sinken. Das liegt auch an einem erfolgreich gesteuerten Strukturwandel mit mehr Vorleistungen und Spezialisierungsstufen im In- und Ausland. Dieser Prozess war und ist zwingend notwendig, weil wir mit immer mehr Produkten an Preis- und Kalkulationsgrenzen stoßen. Im Gegensatz zu Konkurrenten konnten wir unsere Preise weitgehend stabil halten. Dadurch sind unser Margen zwar häufig dürftig, aber wir lasten unsere Fabriken aus und verbessern das wirtschaftliche Ergebnis insgesamt. In diesem Prozess darf uns die Tarifpolitik auf keinen Fall zurückwerfen", so Fasbender.

Es gebe zudem auch Teilbranchen, die unterdurchschnittlich laufen – und deren Probleme sich durch steigende Lohnkosten verschärfen würden. Insgesamt schrieben derzeit trotz des Aufschwungs rund 18 Prozent der Betriebe rote Zahlen, 11 Prozent schafften allenfalls eine schwarze Null. "Wer hier den Bogen überspannt, setzt Investitionen und Arbeitsplätze aufs Spiel. 2006 sind in unserer Branche bundesweit 30.000 neue Jobs entstanden. Bei einem vernünftigen Tarifabschluss könnte der Zuwachs an Arbeitsplätzen 2007 in einer ähnlichen Größenordnung liegen", so der Hauptgeschäftsführer von Hessen Metall.

Quelle und Kontaktadresse:
HESSEN METALL Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen e.V. Dr. Ulrich Kirsch, Leitung, Presse/Kommunikation Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main Telefon: (069) 95808-0, Telefax: (069) 95808-126

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