Pressemitteilung | (BDEW) Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.
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Gasfachliche Aussprachetagung 2008 in Dortmund / Staatliche Erdgasbevorratung nicht erforderlich / Deutschland mit höchster Erdgas-Speicherkapazität in Europa / Sinkende Erdgaspreise im nächsten Jahr zu erwarten

(Dortmund) - "Die deutsche Energiewirtschaft steht für eine sichere und verlässliche Versorgung mit Erdgas rund um die Uhr", sagte Rolf Martin Schmitz, Präsident des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) auf der gasfachlichen Aussprachetagung in Dortmund. "Wir brauchen keine staatlich kontrollierte strategische Erdgasreserve wie beim Mineralöl. Die Verbraucher können sich auf die Erdgaslieferungen verlassen. Eine strategische Erdgasreserve würde das Erdgas weiter verteuern und die Verbraucher unnötig belasten. Das wäre vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrise das falsche Signal", sagte Schmitz.
"Ein staatlicher Eingriff steht letztendlich nicht für mehr, sondern für weniger Versorgungssicherheit", so Schmitz.

In die sichere Erdgasversorgung haben die Unternehmen in den vergangenen Jahren erhebliche Summen investiert. Zwischen 2000 und 2008 flossen knapp elf Milliarden Euro in den Ausbau und den Erhalt des Erdgasleitungsnetzes, so der BDEW. Das Erdgasleitungsnetz in Deutschland ist nach BDEW-Angaben auf mittlerweile rund 420.000 Kilometer angewachsen.
In Deutschland gibt es nach BDEW-Angaben 46 Untertage-Gasspeicher. Ihre Aufnahmekapazität beträgt knapp 20 Milliarden Kubikmeter Arbeitsgas. Das entspricht fast einem Viertel des 2007 in Deutschland verbrauchten Erdgases. "Die deutsche Gasbranche verfügt damit über das größte Speichervolumen in Europa", so Schmitz.

"Die jetzt sinkenden Ölpreise werden sich bei den Beschaffungskosten der Unternehmen niederschlagen, so dass Preissenkungen und damit eine Entlastung für die Verbraucher im nächsten Jahr zu erwarten sind", so Schmitz. Die Unternehmen haben ein originäres Interesse, ihren Kunden Erdgas zu den bestmöglichen Konditionen anzubieten. Um im Wettbewerb im Wärmemarkt und um Erdgaskunden erfolgreich bestehen zu können, müssen Preissenkungen so schnell wie möglich an die Kunden weitergegeben werden.
Dieser Wettbewerb um Haushaltskunden intensiviert sich zunehmend: So haben mittlerweile 21 Prozent der Haushaltskunden ihr Unternehmen oder ihren Tarif gewechselt.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW), Hauptgeschäftsstelle Ricarda Ballhaus, Leiterin, Redaktion Fachpresse Reinhardtstr. 32, 10117 Berlin Telefon: (030) 300199-0, Telefax: (030) 300199-3900

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