Gebäudereinigerhandwerk / Mindestlohn im Gebäudereinigerhandwerk auf gutem Weg
(Frankfurt am Main) - Die rund 860 000 Beschäftigten im Gebäudereinigerhandwerk können auf ein baldiges Inkrafttreten einer neuen Lohnuntergrenze in ihrer Branche hoffen. Der Tarifausschuss hat als Sachverständigengremium der Bundesregierung gestern (10. Februar 2010) einstimmig das Allgemeininteresse an dem Erlass einer Rechtsverordnung über den Mindestlohn bejaht. Durch die Rechtsverordnung wird der zwischen der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und dem Bundesinnungsverband für das Gebäudereiniger-Handwerk bereits am 29. Oktober letzten Jahres abgeschlossene Mindestlohntarifvertrag auf alle in- und ausländischen Betriebe der Branche erstreckt, unabhängig davon, ob sie tarifgebunden sind oder nicht.
"Wir appellieren an die Bundesarbeitsministerin, die Rechtsverordnung nun schnellstmöglich in Kraft zu setzen. Jeder Tag ist Geld für die Beschäftigten im Gebäudereinigerhandwerk, die für harte Arbeit existenzsichernde Löhne brauchen. Mit dem Mindestlohn wird Lohndumping ein Riegel vorgeschoben", sagt Frank Wynands, Vorstandsmitglied der IG BAU und zuständig für das Gebäudereinigerhandwerk.
Nach dem Tarifvertrag vom 29. Oktober 2009 beträgt der Mindestlohn für die Beschäftigten in der Innenreinigung künftig 8,40 Euro im Westen und 6,83 Euro im Osten, der Mindestlohn für Beschäftigten in der Glas- und Fassadenreinigung 11,13 Euro im Westen und 8,66 Euro im Osten. Mit Wirkung ab 1. Januar 2011 erhöhen sich diese Sätze auf 8,55 Euro (Innenreinigung West) bzw. 7,00 Euro (Innenreinigung Ost) sowie 11,33 Euro (Glas- und Fassadenreinigung West) bzw. 8,88 Euro (Glas- und Fassadenreinigung Ost).
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Bundesvorstand
Sigrun Heil, Pressesprecherin
Olof-Palme-Str. 19, 60439 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 95737-0, Telefax: (069) 95737-800
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
- Beschäftigte in der Gebäudereinigung wollen zwei Euro mehr pro Stunde / IG BAU-Tarifkommission stellt Forderung für kommende Verhandlungen auf
- IG BAU warnt vor BMAS-Plänen zur Reduzierung von Sicherheitsbeauftragten
- Drei bis vier Menschen sterben täglich bei einem Arbeitsunfall in Deutschland / Am Montag ist Workers Memorial Day
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

