Pressemitteilung | Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer e.V. (bdo)
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Gestiegene Kraftstoffkosten belasten Bustouristik

(Berlin) - Der Tankrabatt hat die Auswirkungen hoher Kraftstoffpreise in den vergangenen Monaten zumindest teilweise abgefedert. Mit seinem Auslaufen stellt sich umso dringlicher die Frage, wie belastbar die wirtschaftliche Situation der Bustouristiker tatsächlich ist. Antworten darauf liefert der aktuelle bdo | Branchenpuls, an dem sich 229 Busbetriebe beteiligt haben.

Die Ergebnisse machen deutlich: Die gestiegenen Kraftstoffkosten setzen die Branche massiv unter Druck. Rund 80 Prozent der befragten Unternehmen geben an, stark oder sehr stark belastet zu sein. Gleichzeitig berichten viele Betriebe von deutlich gestiegenen Treibstoffkosten gegenüber dem Vorjahr.

Die wirtschaftlichen Folgen sind bereits spürbar. Mehr als acht von zehn Unternehmen verzeichnen Gewinnrückgänge, knapp ein Viertel kämpft mit Liquiditätsproblemen. Besonders problematisch ist, dass die gestiegenen Kosten häufig nicht weitergegeben werden konnten: Mehr als die Hälfte der Unternehmen war bei bereits gebuchten oder angebotenen Fahrten überhaupt nicht in der Lage, höhere Kraftstoffkosten nachträglich einzupreisen.

Auch auf der Nachfrageseite zeigen sich erste Auswirkungen. Rund zwei Drittel der Unternehmen beobachten Veränderungen im Buchungsverhalten ihrer Kundinnen und Kunden. Genannt werden insbesondere weniger Buchungen, kurzfristigere Entscheidungen sowie Rückgänge bei Gruppen- und Mehrtagesreisen.

Mit Blick auf die kommenden Monate bleibt die Stimmung angespannt. Sollte das aktuelle Energiepreisniveau bestehen bleiben, erwartet eine große Mehrheit der Unternehmen weitere Preissteigerungen. Viele Betriebe rechnen zudem mit sinkenden Investitionen, Einschränkungen im Reiseangebot oder weiteren wirtschaftlichen Belastungen.

Auch vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse hat sich der bdo an die Bundesregierung gewandt und die Einführung eines Gewerbediesels für die gewerbliche Personenbeförderung mit Bussen gefordert. Dieser soll die Energiesteuer auf das europäische Mindestmaß absenken und über ein unbürokratisches Rückerstattungsverfahren gewährt werden. Ziel ist ist, Busunternehmen gezielt zu entlasten, ihre Wettbewerbsfähigkeit im europäischen Markt zu stärken und die Mobilität der Menschen auch bei dauerhaft hohen Kraftstoffpreisen sicherzustellen.

Christiane Leonard, Hauptgeschäftsführerin des bdo, erklärt: „Die Ergebnisse unseres bdo | Branchenpulses zeigen deutlich, wie stark die Busunternehmen bereits heute unter den hohen Kraftstoffkosten leiden. Gleichzeitig stehen deutsche Betriebe im europäischen Wettbewerb zunehmend unter Druck, weil zahlreiche Nachbarstaaten ihre Transport- und Mobilitätsunternehmen steuerlich entlasten. Mit dem Auslaufen des Tankrabatts braucht es deshalb eine zielgerichtete Anschlusslösung. Gemeinsam mit dem BGL haben wir der Bundesregierung die Einführung eines Gewerbediesels vorgeschlagen. Ein Gewerbediesel würde für fairere Wettbewerbsbedingungen sorgen, die Betriebe spürbar entlasten und die Mobilität der Menschen sichern. Die Politik verfügt über den notwendigen Handlungsspielraum, um eine solche wettbewerbssichernde Unterstützung für den gewerblichen Personen- und Güterverkehr auf den Weg zu bringen.“

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer e.V. (bdo), Luca Roggenkamp, Referent(in) Politik und Öffentlichkeitsarbeit, Reinhardtstr. 25, 10117 Berlin, Telefon: 030 24089-300

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