Pressemitteilung | Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. (VU)
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Gleichmacherei in den Schulen wird Niveau weiter senken

(Schwerin) - "Wir sind fassungslos, wie nach der PDS jetzt auch die SPD-Fraktion im Landtag das Lernniveau im Land absenken will", erklärte am 19. Januar in Greifswald der Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. (VUMV), Klaus Hering, zu den Plänen, den gemeinsamen Unterricht aller Schüler in zwei Stufen bis zum 6. und später sogar bis zum 8. Schuljahr gesetzlich zu regeln.

"War dieser Weg von der PDS und ihrem ideologischen Ansatz zu erwarten gewesen, hatten wir bislang in der SPD noch Bildungspolitiker vermutet, die ein pädagogisches Grundverständnis haben. Diese Politiker scheinen jetzt aber überstimmt worden zu sein."

Begabungen sind nun einmal sehr unterschiedlich, deshalb ist ein daran angepasster Unterricht notwendig, um alle jungen Menschen optimal fördern zu können. Wenn die unterschiedlichen Aufnahmefähigkeiten und Lernmöglichkeiten bis zur Klasse 8 gemeinsam zusammen treffen, kann der Lehrer sich nur an den langsamsten Schülern orientieren. Damit bleiben andere Schüler dauerhaft unterfordert.

"Wer behauptet, dass die PISA-Studien im Ergebnis den Vorteil einer gemeinsamen Beschulung aufzeigt, der hat die Studien nie richtig gelesen. Erfolgreich ist dieses Lernkonzept nur, wenn innerhalb der Klasse eine ausgeprägte Differenzierung erfolgt. Diese pädagogisch notwendige Voraussetzung ist im Land, das zeigt die Diskussion um Finanzierung und das neue Schulgesetz, nicht vorgesehen", so Hering weiter.

Die Wirtschaft befürchtet ein weiter sinkendes Niveau der Schulabgänger und dass die Absolventen bei einem späteren bundesweiten Zentralabitur schlechter abschneiden. Auch können die gerade kurz vor der Einführung stehenden bundeseinheitlichen Qualitätsstandards nicht gehalten werden. Das Land isoliert sich fahrlässig. In Deutschland haben die Länder die Nase vorn, die früh einen gegliederten Unterricht ermöglichen.

Hering abschließend: "Wir brauchen diese, von Frau Gramkow proklamierte, Vorreiterrolle einer bildungspolitischen Wende überhaupt nicht, denn sie würde dem Standort Mecklenburg-Vorpommern nachhaltig schaden. Bildung ist keine Spielwiese für sozialistische Experimente, vielmehr haben wir Verantwortung für die Talente der kommenden Generation."

Die Wirtschaft hofft, dass auch die Eltern diese Gleichmacher-Pläne stoppen und nicht wegen der Probleme in den öffentlichen Schulen und aus Sorge um ihre Kinder diese immer häufiger in leistungsfähigere private Schulen schicken.

Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. Eckdrift 93, 19061 Schwerin Telefon: 0385/6356100, Telefax: 0385/6356151

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