"Gute Bildung und gute Arbeit sind zwei Seiten einer Medaille" / Bildungsgewerkschaft zum bundesweiten "Bildungsstreik"
(Frankfurt am Main/Berlin) - Aus Anlass des bundesweiten "Bildungsstreiks" der Studierenden, Schülerinnen und Schüler hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) den Zusammenhang der Qualität der Bildung mit den Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen unterstrichen. "Die jungen Menschen haben einen Anspruch darauf, dass sie bestmöglich gebildet und ausgebildet werden. Die Bildung wird aber nicht dadurch besser, dass die Unterrichtsverpflichtung für Lehrende erhöht, Einkommen gekürzt und Beschäftigungsverhältnisse flexibilisiert werden. Im Gegenteil: Gute Bildung und gute Arbeit sind zwei Seiten einer Medaille", erklärte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne am Mittwoch (17. Juni 2009) in Frankfurt am Main. Heute (17. Juni 2009) finden in Deutschland im Rahmen des "Bildungsstreiks" in rund 70 Städten Aktionen statt.
Andreas Keller, für Hochschulen verantwortliches GEW-Vorstandsmitglied, rief bei der Kundgebung zum Auftakt der Berliner Bildungsstreik-Demonstration Lehrende und Lernende auf, sich in ihren Forderungen gegenseitig zu unterstützen. "Wenn die Lehre an Hochschulen mehr und mehr von Lehrbeauftragen und befristet beschäftigten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erbracht wird, die nach Gutsherrenart geheuert und gefeuert werden können, leiden darunter auch die Studierenden. Viele Lehraufträge und Fristverträge laufen mit der Vorlesungszeit aus - die Betreuung der Studierenden ist dann nicht gesichert. Die GEW fordert daher eine Verbesserung der Qualität der Lehre durch mehr Kontinuität in der wissenschaftlichen Arbeit", sagte Keller.
"Der `Bildungsstreik´ hat seinen Namen verdient: Er ist mehr als ein Lehrerstreik, ein Schülerstreik oder ein Studentenstreik. Der `Bildungsstreik´ ist eine gemeinsame Protestbewegung, in der Schülerinnen und Schüler, Studierende und die Beschäftigten an Schulen, Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen an einem Strang ziehen - für eine Kehrtwende in der Bildungspolitik", unterstrich Thöne.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Ulf Roedde, Pressesprecher
Reifenberger Str. 21, 60489 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 78973-0, Telefax: (069) 78973-201
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