Pressemitteilung | Verbraucherzentrale Bayern e.V.
Anzeige

Halbherziger Schritt: Der Gasmarkt öffnet sich nur auf dem Papier / Weitere Preiserhöhungen sind angekündigt

(München) - Die Versorgerseite hat zum 1. April angekündigt, den Gasmarkt zu öffnen und Privatkunden eine Wechselmöglichkeit zu anderen Anbietern einzuräumen.

"Spürbare Preissenkungen sind davon vorerst nicht zu erwarten", meint die Verbraucherzentrale Bayern. Sie sieht die vollmundigen Versprechen kritisch und die freie Wahl des Gasversorgers noch in weiter Ferne. Damit Wettbewerb entstehen kann, müssen erst neue Anbieter auf den Markt drängen und einen fairen Zugang zum Netz erhalten. Erst im Herbst soll es möglich sein, dass andere Versorger das Netz der örtlichen gegen Gebühren nutzen können. Bis sich ein echter Markt entwickelt hat, dauert es also noch. Deshalb raten die Verbraucherschützer, sich vor einem Wechsel genau über die Konditionen zu informieren und jetzt keine neuen Langzeitverträge abzuschließen.

Gleichzeitig haben einige Unternehmen wieder Preissteigerung angekündigt. Die Verbraucherzentralen fordern wie schon zuvor, dass diese die Angemessenheit höherer Preise nachweisen. Zwei viel beachtete Gerichtsverfahren laufen deswegen aktuell gegen Energieversorger. "Eine höchstrichterliche Entscheidung wird von Verbrauchern wie Versorgern herbeigesehnt", sagt Markus Saller, Jurist bei der Verbraucherzentrale Bayern. Er erwartet Mitte des Jahres ein Urteil. Ob dann alle Streitigkeiten beseitigt sind, ist fraglich. Zumindest aber wird es mehr Klarheit bringen.
Sich als Verbraucher gegen Erhöhungen zu wehren, wird aufgrund der ungeklärten Sachlage zunehmend schwieriger. Die Verbraucherzentrale informiert unter www.verbraucherzentrale-bayern.de, welche Möglichkeiten bestehen.

Quelle und Kontaktadresse:
Verbraucherzentrale Bayern e.V. Pressestelle Mozartstr. 9, 80336 München Telefon: (089) 539870, Telefax: (089) 537553

Logo verbaende.com
NEWS TEILEN:

NEW BANNER - Position 4 - BOTTOM

Anzeige