Kryptobetrug im Netz: jeder vierte Fall mit Geldverlust
(München) - Der Fake-Check Geldanlage der Verbraucherzentrale Bayern ist seit Jahresbeginn 1.964-mal genutzt worden. Die Auswertung des Online-Tools zeigt: vor allem Kryptowährungen, Copy-Trading, CFDs und Forex-Trading fallen besonders häufig auf. Aber auch vermeintlich sichere Anlagen wie Festgeld, Tagesgeld und Aktien werden für Betrugsmachen genutzt.
Rund ein Viertel der Betroffenen hatte zum Zeitpunkt des Checks bereits Geld investiert, weitere zehn Prozent standen kurz davor. Die Mehrheit (65 Prozent) nutzte das Online-Angebot, um sich vorab zu informieren.
„Der Fake-Check erreicht viele Menschen, bevor ein Schaden entsteht und hilft, Schlimmeres zu vermeiden“, sagt Sascha Straub, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Bayern. „Wer ungewöhnlich hohe Renditen, Zeitdruck oder prominente Empfehlungen sieht, sollte sehr vorsichtig sein.“ Dabei sind die Angebote oft professionell aufgebaut, aber in Wahrheit hochriskant oder schlicht betrügerisch.
Ein Blick auf die Warnhinweise des Tools zeigt: Je mehr Risikomerkmale ein Angebot aufweist, desto vorsichtiger sollten Anlegerinnen und Anleger sein. Besonders häufig schneiden Kryptowährungen und Copy-Trading (die Nachbildung der Anlagestrategie eines angeblich erfolgreichen Traders) dabei schlecht ab. Klassische Anlageformen fallen seltener auf. Unabhängig davon zeigen sich bei vielen Fällen ähnliche Betrugsmuster: verzögerte Auszahlungen, Forderungen nach Vorauszahlungen und Anbieter, die plötzlich nicht mehr erreichbar sind.
Politische Forderungen der Verbraucherzentrale Bayern
Aufgrund der großen Risiken auf dem Online-Kapitalmarkt gerade für unerfahrene Anleger sieht die Verbraucherzentrale Bayern politischen Handlungsbedarf. Die Verbraucherschützer fordern:
• eine stärkere Regulierung von Online-Finanzwerbung
• die schnellere Abschaltung betrügerischer Webseiten und von Fake-Accounts
• verpflichtende Eingriffe durch Banken bei verdächtigen Zahlungsströmen
Die vollständige Auswertung ist hier zu finden: https://www.verbraucherzentrale.bayern/sites/default/files/2026-04/bericht_fake-check-geldanlage_auswertung_4_2026.pdf
Quelle und Kontaktadresse:
Verbraucherzentrale Bayern e.V., Mozartstr. 9, 80336 München, Telefon: 089 55 27 94-0
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