Pressemitteilung | Zentralverband des Deutschen Handwerks e.V. (ZDH)
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Handwerk fordert Innovation in Schule und Vorschule

(Berlin) - Angesichts des Bildungsnotstandes in Deutschland wollen Bund und Länder auf dem Bildungsgipfel im Oktober über Verbesserungen im Bildungssystem beraten. Dazu erklärt Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH):

„Ein Recht auf Hauptschulabschluss löst die Probleme der Schule nicht. Schule, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssen angesichts des Bildungsnotstandes die Prioritäten im Bildungssystem neu setzen. Ziel muss es sein, Kinder und Jugendliche so frühzeitig zu unterstützen, dass sie die Schule erfolgreich bewältigen und die Zahl der Absolventen ohne Abschluss deutlich verringert wird.

Die Unterstützung muss bereits im Vorschulalter beginnen. Das letzte Jahr vor der Schule muss für alle Kinder verpflichtend in Vorschule oder Kindergarten absolviert werden. Jedes Kind muss vor der Einschulung einen Sprachtest bestehen. Die pädagogische Ausbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kindergarten und Vorschule muss deutlich verbessert werden.

In unseren Schulen muss Motivieren und Fördern zur methodischen Grundregel werden – statt Sanktionieren und Frustrieren. Defizite im Lernfortschritt müssen frühzeitiger erkannt und über individuelle Förderung abgebaut werden. Außerdem sind mehr Ganztagseinrichtungen notwendig, um die soziale Entwicklung insbesondere der Jugendlichen zu fördern, wo sie das Elternhaus nicht mehr leisten kann.

Mehr Berufsorientierung kann den Unterricht an weiterführenden Schulen interessanter und anschaulicher machen und Schülern Beruf und Arbeitswelt näher bringen. Die Bildungszentren und Betriebe des Handwerks stehen hier als Partner der Schulen bereit. Konkrete Vorschläge der Wirtschaft liegen der Kultusministerkonferenz vor.

Bund und Länder müssen auf dem Bildungsgipfel im Oktober konkrete Maßnahmen für mehr Innovation in unserem Bildungssystem verbindlich verabreden - über Parteigrenzen und Einzelinteressen hinweg.“

Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband des Deutschen Handwerks e.V. (ZDH) Alexander Legowski, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Mohrenstr. 20/21, 10117 Berlin Telefon: (030) 20619-0, Telefax: (030) 20619-460

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