Handwerk fordert "Nationalen Bildungspakt" zur Verbesserung der Bildungs- und Sozialkompetenz / Kentzler: Ziel muss die Halbierung der Zahl der Schulabgänger ohne Ausbildungsreife sein
(Berlin) Zur Diskussion um Integration junger Ausländer und die Qualität der Hauptschule erklärt Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):
"Das Handwerk erneuert seine Forderung nach einem nationalen Bildungspakt. Deutschland muss sich schnell und intensiv um mehr Qualität im Erziehungs- und Bildungssystem bemühen. Politik, Wirtschaft, Schule und Elternhaus müssen es sich zum gemeinsamen Ziel machen, die Zahl von Schulabgängern ohne Abschluss innerhalb von fünf Jahren zu halbieren! Gerade Handwerksbetriebe klagen seit Jahren zunehmend darüber, dass den Lehrstellenbewerbern die für die Ausbildung benötigten Elementarkompetenzen wie Rechnen, Lesen und Schreiben fehlen. Auch an fehlenden Sozialkompetenzen wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Höflichkeit oder Teamfähigkeit scheitert oft eine Berufsausbildung gerade bei Hauptschulabsolventen.
Es geht um rund 200.000 Schulabgänger in jedem Jahr, die nicht ausbildungsfähig sind. Das Handwerk fordert Bund und Länder zu einer länderübergreifenden integrierten Familien- und Bildungspolitik auf. Unterschiedliche Erziehungs- und Bildungsstandards in den Bundesländern bringen uns nicht weiter.
Die Ursachen etwa für die Gewaltbereitschaft und die soziale Verwahrlosung vieler Kinder und Jugendliche liegen häufig auch in den Familien. Gerade Familien mit Migrationshintergrund brauchen daher Unterstützung bei der Kindererziehung. Die Sprachfähigkeit und die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder muss sehr früh gefördert und damit ihre Schulreife sichergestellt werden. Schulen sind häufig überfordert, das nachzuholen, was im Kindergartenalter versäumt wurde. Und die Ausbilder können nicht flächendeckend zum Reparaturbetrieb des Bildungssystems werden.
Bessere Qualität in Erziehung und Bildung werden sich positiv auf die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe niederschlagen. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Zukunft unseres Landes mit der Leistungsfähigkeit unserer Jugend steht und fällt."
Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband des Deutschen Handwerks e.V. (ZDH)
Alexander Legowski, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mohrenstr. 20/21, 10117 Berlin
Telefon: (030) 20619-0, Telefax: (030) 20619-460
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