Hans-Gerd Pöttering beim VDA-Neujahrsempfang / VDA und EU-Parlamentspräsident für Nachbesserung bei CO2-Regulierung
(Berlin) - Die deutsche Automobilindustrie hofft auf eine deutliche Nachbesserung der von EU-Kommissionspräsident Manuel Barroso und Umwelt-Kommissar Stavros Dimas vorgelegten CO2-Regulierungspläne durch das Europäische Parlament. Wir stehen selbstverständlich zu unserer Verantwortung beim Klimaschutz und wollen vor allem das tun, was für das Klima nützlich, technisch machbar und ökonomisch sinnvoll ist, erklärte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Die Dimas-Barroso-Vorschläge sind leider nicht zu Ende gedacht und noch um Lichtjahre von einer gesamtwirtschaftlich effzienten und an den niedrigsten Opportunitätskosten orientierten CO2-Minderungsstrategie entfernt, so Wissmann vor über 700 hochrangigen Gästen beim Neujahrsempfang des VDA. Neben den Bundesministern Franz-Josef Jung und Wolfgang Tiefensee sowie zahlreichen anderen Vertretern der Politik und Wirtschaft waren unter anderen Daimler-Chef Dieter Zetsche, VW-Chef Martin Winterkorn und Franz Fehrenbach von Bosch der Einladung in das Berliner Classic-Car-Center Meilenwerk gefolgt. Als Redner konnte Wissmann den Präsidenten des Europäischen Parlamentes, Hans-Gerd Pöttering, begrüßen.
Der EU-Parlamentspräsident unterstützte die Automobilindustrie in ihrer Forderung nach einer sachgerechten Lösung der CO2-Regulierung. Für die Klimastrategie der Europäischen Union spielen Pkw, die knapp ein Fünftel der CO2-Emissionen der EU verursachen, eine zentrale Rolle. Die Automobilindustrie kann daher einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass die Europäische Union ihr Ziel erreicht, die CO2-Emissionen bis 2020 um mindestens 20 Prozent zu verringern, so Pöttering. Gleichzeitig stellte er klar: Dabei darf dieser Sektor gegenüber anderen CO2-Verursachern aber nicht benachteiligt und seine Rolle für ein nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung in Europa nicht außer Acht gelassen werden. Der Parlamentspräsident verwies auf die wichtige Rolle des EU-Parlaments bei dem geplanten Regulierungsvorhaben. Als Gesetzgeber hat das Europäische Parlament eine hohe Verantwortung gegenüber dem Klima- und Umweltschutz einerseits und der Sicherung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit einschließlich der Arbeitsplätze andererseits. Es muss uns gelingen, eine verantwortungsvolle Balance zwischen Ökonomie und Ökologie zu finden, so Pöttering in seiner Rede.
Die Automobilindustrie erneuerte gleichzeitig ihre Forderung gegenüber der deutschen Politik, rasch eine CO2-orientierte Kfz-Steuer zu verwirklichen. Beenden Sie die Verunsicherung der Verbraucher und helfen Sie, die ins Stocken geratene Bestandserneuerung wieder in Gang zu bringen, forderte Wissmann. Damit erreichen wir zwei Ziele gleichzeitig: Die Sicherung von Arbeitsplätzen und eine Verbesserung beim Klimaschutz. Der VDA-Präsident verwies darüber hinaus auf das hervorragende Abschneiden der deutschen Fahrzeuge in der neuesten ADAC-Rangliste Gelber Engel 2008: In der Kategorie Qualität gehen die ersten vier Plätze klar an deutsche Hersteller. Und unter den Top Ten sind sogar acht deutsche Modelle, so Wissmann. Dieses eindeutige Ergebnis der ADAC-Statistik zeigt: Deutsche Autos sind die zuverlässigsten. Das beweist eindrucksvoll die Top-Qualität unserer Fahrzeuge und festigt weiter den Weltruf deutscher Produkte darauf können wir durchaus stolz sein, schloss Wissmann.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
Eckehart Rotter, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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