Pressemitteilung | (HESSENMETALL) Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen e.V.
Anzeige

Hessen Metall zur Forderung des IG Metall Bezirks Frankfurt / Fischer: „Wachstum, Investitionsbereitschaft und Beschäftigungsaufbau der M+E-Industrie nicht durch überzogene Lohnforderung abwürgen.“

(Frankfurt am Main) - Der Verhandlungsführer der Metall- und Elektro-Arbeitgeber in Hessen, Heinrich A. Fischer, warnte heute (8. Februar 2007) im Rahmen einer Vorstands- und Mitgliederratssitzung von Hessen Metall für die rund 250.000 Beschäftigten in der M+E-Industrie in Hessen davor, durch die überzogene Lohnforderung das gerade angesprungene Wachstum, die in der Herbstumfrage deutlich artikulierte Investitionsbereitschaft und den Beschäftigungsaufbau abzuwürgen. „Das Produktionswachstum unserer Industrie wird 2007 ordentlich, aber nur noch halb so hoch wie 2006 ausfallen. Wir wollen die Mitarbeiter an der derzeit guten wirtschaftlichen Lage beteiligen, ohne die Unternehmen dauerhaft zu belasten. Denn diese müssen sich auf Zukunftssicherung konzentrieren, um weiteres Wachstum zu erzielen. Und schließlich wollen wir Arbeit in Deutschland und Hessen sichern und den Beschäftigungsaufbau stabilisieren. 2006 seien 30.000 neue M+E-Arbeitsplätze bundesweit geschaffen worden. Eine ähnliche Größenordnung wäre 2007 wieder möglich. Dafür brauchen wir einen Abschluss deutlich unter dem Vorjahr, mit einen moderaten tabellenwirksamen Teil einerseits und einem ‚Konjunkturbonus’ andererseits.“

Die IG Metall vermeide zwar sorgfältig, den Abschluss 2006 abzuwerten. Aber überall schimmere der Vorwurf durch, die Arbeitnehmer seien letztes Jahr zu kurz gekommen und deshalb müsse der neue Tarifabschluss deutlich über dem vorjährigen liegen. „Die Realität sieht anders aus: Die M+E-Arbeitnehmer in Deutschland sind mit einem Jahresdurchschnittseinkommen von 40.000 Euro die bestbezahlten der Welt mit der kürzesten tariflichen Arbeitszeit. Und von Reallohnverlusten und Verzichten der letzten Jahre kann überhaupt nicht die Rede sein“, so Fischer. 2006 lag das Tarifentgelt in der M+E-Industrie um 3,1 Prozent über dem Vorjahr. Der Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte sei dagegen nur um 1,7 Prozent angestiegen. Auch zwischen 2000 und 2005 seien die M+E-Tarifentgelte insgesamt um 17 Prozent, die Verbraucherpreise aber nur um 10 Prozent gestiegen. Außerdem bilde der Tarifabschluss vom Frühjahr 2006 den vorläufigen Höhepunkt einer Entwicklung, die bereits seit vielen Jahren zu beobachten ist: Die Tarifentgelte der M+E-Arbeitnehmer hätten sich von der allgemeinen Entwicklung in Deutschland noch deutlicher nach oben abgesetzt als in den Jahren zuvor. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank stieg das Tarifniveau in der Gesamtwirtschaft um 1,0 Prozent – ohne die M+E-Industrie sogar nur um 0,8 Prozent. M+E hatte mit 3,0 Prozent Plus fast viermal soviel wie die übrigen Sektoren.

Quelle und Kontaktadresse:
HESSEN METALL Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen e.V. Dr. Ulrich Kirsch, Leitung, Presse/Kommunikation Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main Telefon: (069) 95808-0, Telefax: (069) 95808-126

Logo verbaende.com
NEWS TEILEN:

NEW BANNER - Position 4 - BOTTOM

Anzeige