Hoppe fordert Tabakwerbeverbot / Statement von Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer
(Berlin) - Wir brauchen in Deutschland endlich einen wirksameren Nichtraucherschutz, sagte BÄK-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe heute (12. April) zur Kritik des EU-Gesundheitskommissars Markos Kyprianou an der deutschen Blockadehaltung gegenüber der EU-Tabakwerberichtlinie. Noch immer halte Deutschland als einziges EU-Land an der Klage gegen die EU-Tabakwerberichtlinie fest. Diese Klage müsse zurückgezogen und die Richtlinie ratifiziert werden, damit auch in Deutschland endlich konsequent gegen den Tabakkonsum vorgegangen werden könne, forderte Hoppe.
Die Regierung ist im hohen Maße unglaubwürdig, wenn sie einerseits nationale Anti-Tabak-Kampagnen unterstützt, andererseits aber jeden Versuch einer Eindämmung des Tabakkonsums torpediert. Deshalb fordern wir die Bundesregierung nachdrücklich auf, den anhaltenden Widerstand gegen ein nationales und EU-weites Tabakwerbeverbot aufzugeben, so Hoppe.
Hoppe forderte ein Gesamtkonzept zur Eindämmung des Rauchens. Dazu gehören verstärkte Aufklärungsaktivitäten und ein uneingeschränktes Tabakwerbeverbot. Wir brauchen aber auch konsequente Rauchverbote, wie sie in anderen Ländern schon existieren. Ein solches Rauchverbot kann und darf nicht auf öffentliche Gebäude und Transportmittel beschränkt bleiben. Auch in der Gastronomie müssen Rauchverbote gelten, die Gäste und das Personal wirkungsvoll vor dem Passivrauchen schützen, so der Ärztepräsident.
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