Pressemitteilung | Deutscher Sparkassen- und Giroverband e.V. (DSGV)

Hoppenstedt: Sparkassen-Finanzgruppe ist stabilste Kreditinstitutsgruppe Deutschlands / Kreditvolumen kann aus eigener Kraft jährlich um fünf Prozent gesteigert werden

(Berlin) - „Dezentrale Verbundgruppen sind entscheidend für die Stabilität und Effizienz des deutschen Finanzmarktes. Sie sind besonders gut in der Lage, Kundennähe, Abwicklungseffizienz und Risikooptimierung zu verbinden.“ Das sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Dr. Dietrich H. Hoppenstedt, anlässlich der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds und Weltbank in Washington. Die Sparkassen-Finanzgruppe sei heute die stabilste Kreditinstitutsgruppe in Deutschland. Dies sei vor allem auf eine sehr gute Diversifizierung zurückzuführen. „Unsere Institute verfolgen bei gleichen Grundzielen unterschiedliche Anlage- bzw. Handelsstrategien, besetzen unterschiedliche Produktfelder und bedienen sämtliche Kundengruppen. Dadurch ist eine optimale Risikostruktur innerhalb der Gruppe gegeben“, so Hoppenstedt.

Die Sparkassen-Finanzgruppe als Ganzes sei weder von einzelnen Kundengruppen noch von einzelnen Produkten oder Produktgruppen existenziell abhängig. „Die Vielgestaltigkeit der Kreditnehmer, der Investitionszwecke, der Größenklassen und der Branchen – das gesamte wirtschaftliche Leben der Bundesrepublik spiegelt sich in unserem Kreditbestand wider.“ Diese breite Risikostreuung sei ein deutlicher Strukturvorteil dezentraler Kreditinstitutsgruppen, der bei der Diskussion um die Effizienz des deutschen Bankenmarktes nicht genügend Beachtung finde. Hoppenstedt plädierte dafür, den Portfolio-Effekt der gesamten Gruppe auch in den einzelnen Instituten erfolgswirksam zu machen. Durch einen gruppeninternen Sekundärmarkt für Kreditrisiken könnten die Sparkassen ein noch ausgewogeneres Kreditportfolio mit einem verminderten Gesamtrisiko erreichen. In Pilotprojekten seien Entlastungen des ökonomischen Eigenkapitals von 25 Prozent erreicht worden. Das sei einer der größten Effizienzhebel für die Sparkassen-Finanzgruppe und den deutschen Finanzmarkt insgesamt.

Trotz des schwierigen Umfeldes seien seit 1999 die Eigenmittel der Sparkassen mit 21 Prozent deutlich stärker gestiegen als die Risikoaktiva mit 15 Prozent. „Sparkassen haben und bilden ausreichend Eigenkapital, um ihre Aufgaben auch ohne Kapitalzufuhr der Träger dauerhaft erfüllen zu können. Eine Öffnung für private Investoren ist unnötig. Sparkassen brauchen kein externes Kapital“, so der DSGV-Präsident. Hoppenstedt betonte, dass bei Erreichen der durchschnittlichen Geschäftsergebnisse der vergangenen Jahre die Sparkassen ihren Kreditbestand aus eigener Kraft jährlich um rund 5 Prozent steigern könnten. Das übersteige das zu erwartende Wirtschaftswachstum deutlich. Der Sparkassen-Finanzgruppe sei es gelungen, in den wesentlichen Back-Office-Bereichen Informationstechnologie, Zahlungsverkehr, Wertpapierzahlung und Rating europaweit führende Betriebsgrößen zu erreichen. „Auch regional orientierte Anbieter können durch intelligente Kooperationen in den Mengengerüsten höchst effizient arbeiten und dabei sogar global operierende Anbieter überholen.“

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Sparkassen- und Giroverband e.V. , Berlin (DSGV) Charlottenstr. 47, 10117 Berlin Telefon: 030/20225-0, Telefax: 030/20225-250

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