Im Kampf gegen Doping hilft langfristig nur Prävention / Bei Kindern und Jugendlichen für einen Sport ohne Medikamente werben
(Berlin) - Doping ist weitaus gefährlicher als allgemein angenommen. Die Nebenwirkungen des Anabolika-Dopings können je nach Wirkstoff sowie Dauer und Höhe der Dosierung zu Unfruchtbarkeit, psychischen Störungen, Thrombosen oder gar einem Herzinfarkt und einem plötzlichen Herztod führen, betonte Prof. Dr. Dirk Clasing, Professor an der Universität Münster, auf dem 32. Interdisziplinären Forum der Bundesärztekammer in Berlin. Die Einnahme von Amphetaminen unter hoher sportlicher Belastung könne bei Hitze, Dehydrierung oder Verletzung lebensbedrohlich sein. In den Ausdauerdisziplinen spielt das Blutdoping mit Transfusionen oder EPO-Gaben eine nicht zu unterschätzende Rolle. Über die Manipulationen kommt es zu einer deutlichen Leistungssteigerung, aber auch zu möglichen gesundheitlichen Folgen, so Clasing.
Langfristig ist allein Prävention die entscheidende Möglichkeit, im Kampf gegen Doping Erfolge zu erzielen, erklärte Clasing. Bereits bei Kindern und Jugendlichen müsse frühzeitig für eine Sportler-Karriere ohne Medikamente geworben werden. Bei Erwachsenen könnten Aufklärung und restriktive Maßnahmen wie Dopingkontrollen helfen.
Doping ist laut Arzneimittelgesetz ein Straftatbestand, verdeutlichte Clasing. Demnach sei es verboten, Arzneimittel zu Dopingzwecken im Sport in den Verkehr zu bringen, zu verschreiben oder bei anderen anzuwenden. Alle Sporttreibenden unterliegen seit 2003 dem World Anti-Doping Code der World Anti-Doping Agency (WADA). Die WADA gibt zudem seit 2004 einmal jährlich eine Liste heraus, in der sämtliche verbotenen Wirkstoffe und Doping methoden veröffentlicht sind. Für Ärztinnen und Ärzte, die Sportler behandeln und beraten, ist die Kenntnis des WADA-Codes, der jährlich herausgegebenen Liste sowie des Arzneimit-telgesetzes unabdingbar, so Clasing.
Quelle und Kontaktadresse:
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