Pressemitteilung | B√ĄK Bundes√§rztekammer (Arbeitsgemeinschaft der deutschen √Ąrztekammern) e.V.

Informationskampagne der Gesundheitsberufe startet / Aktionen in Bremen, Rostock, Potsdam und Stuttgart

(Berlin) - "Wir √Ąrzte protestieren und demonstrieren zusammen mit den anderen Gesundheitsberufen, weil wir deutlich machen wollen, wer diese Sparpolitik zu Lasten der Patienten zu verantworten hat. Wir informieren und protestieren, weil wir nicht l√§nger zusehen wollen, wie die Gesundheitsversorgung kaputt gespart wird. Wir protestieren, weil die Bundesregierung mit ihren Pl√§nen f√ľr eine Gesundheitsreform 2003 den Weg in die Zuteilungsmedizin beschreiten will und einer Listenmedizin das Wort redet, bei der die individuelle Behandlung des Patienten auf der Strecke bleibt", sagte Bundes√§rztekammer-Pr√§sident Prof. Dr. J√∂rg-Dietrich Hoppe am 22. Januar zu Beginn der Informationskampagne des "B√ľndnis Gesundheit 2000", dem Zusammenschluss von 38 Verb√§nden und Organisationen der Gesundheitsberufe. Mit Kundgebungen und anderen Informationsveranstaltungen werden die B√ľndnisse der Gesundheitsberufe heute in Bremen, Rostock, Potsdam und Stuttgart auf die Folgen einer Politik der Zuteilung und B√ľrokratisierung im Gesundheitswesen aufmerksam machen.

Das B√ľndnis Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern will mit einer Demonstration in der Rostocker Innenstadt ein Zeichen f√ľr Menschlichkeit statt Rationierung setzen. Die Teilnehmer der Demonstration, zu der 19 Verb√§nde und Organisationen des Gesundheitswesens aufgerufen haben, ziehen ab 11.30 Uhr zum zentralen Universit√§tsplatz, wo die Abschlusskundgebung stattfinden wird (12.00 Uhr). Auch der Aktionstag der Gesundheitsberufe in Stuttgart richtet sich "gegen den Ausverkauf des Gesundheitswesens". Die Teilnehmer der Aktion in der baden-w√ľrttembergischen Landeshauptstadt versammeln sich von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr im Stuttgarter "Hospitalhof".

Mit einer publikumswirksamen Aktion in der Innenstadt protestiert das Bremer "B√ľndnis Gesundheit 2000" gegen die Gesundheitspolitik der Bundesregierung. Ab 14.30 Uhr wird eine √∂ffentliche Informationsveranstaltung auf dem Domshof stattfinden. Unter dem Motto "Sie liegen uns am Herzen" wollen die Initiatoren das Gespr√§ch mit den B√ľrgern suchen und auf die negativen Folgen der Regierungspl√§ne f√ľr die Patientenversorgung hinweisen. Dem Bremer B√ľndnis geh√∂ren 22 Verb√§nde des Gesundheitswesens an.

In Potsdam hat die brandenburgische √Ąrzteschaft zu einer Protestkundgebung aufgerufen. √Ąrzte, Patienten, Politiker und Gesundheitsberufe wollen gemeinsam von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr auf den massiven Qualit√§tsabbau in der medizinischen Versorgung aufmerksam machen. Mehrere hundert √Ąrztekittel sollen am Ende der Veranstaltung symbolisch als "das letzte Hemd der √Ąrzte" an die Bundesgesundheitsministerin nach Berlin geschickt werden.

Ziel dieser Kundgebungen und Informationen ist es, die Bev√∂lkerung √ľber die politischen Konzepte zum Aufbau einer staatlich gelenkten Gesundheitsversorgung aufzukl√§ren. Nicht der Patient mit seinem Recht auf individuelle und professionelle Behandlung steht im Zentrum dieser Konzeption, sondern vor allem die Begrenzung der Leistungsausgaben sowie die Kontrolle von Betreuung und Behandlung. Qualit√§tseinbr√ľche, Unterversorgung und Zuteilungsmedizin sind die Folgen, die Patienten zu tragen haben, wenn die Pl√§ne der Regierung Realit√§t werden. Dagegen wehren sich die Gesundheitsberufe.

Das ¬ĄB√ľndnis Gesundheit 2000¬ď fordert deshalb:

- eine am medizinischen Bedarf orientierte Versorgung der Patienten;
- eine Umkehr auf dem Weg in die Staatsmedizin, die durch Wartelisten, Zuteilungsmedizin, Kontrolle und B√ľrokratie gekennzeichnet ist;
- ein Ende der milliardenschweren ¬ĄVerschiebebahnhof-Politik¬ď zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung;
- verlässliche Rahmenbedingungen und ein Ende der konzeptionslosen, beschäftigungs- und patientenfeindlichen Kostendämpfungspolitik.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundes√§rztekammer (Arbeitsgemeinschaft der deutschen √Ąrztekammern) e.V. Herbert-Lewin-Str. 1 50931 K√∂ln Telefon: 0221/40040 Telefax: 0221/4004388

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