Investitionsvolumen in Oberfranken mehr als vervierfacht / Der Einsatz der IHK für die Regionalförderung hat sich gelohnt
(Bayreuth) - Mit der Neuordnung der regionalen Strukturpolitik für den Förderzeitraum 2007 - 2012 wurde die Wirtschaftsförderung in Oberfranken deutlich gestärkt. Davon haben die Landkreise Kulmbach, Kronach, ein Teil des Landkreises Coburg, die Stadt Hof sowie die Landkreise Hof und Wunsiedel in besonderem Maße profitiert. In diesen oberfränkischen Teilregionen ist seit dem vergangenen Jahr die Förderung von Unternehmensinvestitionen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe (GA) "Förderung der regionalen Wirtschaftsstruktur" möglich. Die Förderung für einzelbetriebliche Investitionen kann, je nach Größe des Unternehmens, maximal 15, 25 oder - bei kleinen Unternehmen - gar bis zu 35 Prozent der Investitionssumme betragen. In Hof und Wunsiedel kann der Förderhöchstsatz sogar noch um fünf Prozent aufgestockt werden.
Im Vorfeld der neuen Förderperiode hatte die IHK gegenüber der Politik in Bund, Land und EU massiv Interessenvertretung betrieben, um das Fördergefälle gegenüber den neuen Bundesländern und der Tschechischen Republik auf weniger als 20 Prozent abzumildern. Schließlich bestand zwischendurch die unmittelbare Gefahr, dass Bayern komplett aus der Förderung herausgenommen würde, während Nachbarregionen Höchstfördersätze erhalten hätten. Dieses Szenario konnte durch gemeinsame Überzeugungsarbeit verhindert werden.
Die IHK für Oberfranken Bayreuth hat ihre Mitgliedsunternehmen umfassend über die neuen Fördertatbestände informiert und unterstützt auch Betriebe, die konkrete Investitionsplanungen haben, mit Rat und Tat.
Investitionsvolumen deutlich höher als im Vorjahr
"Der Einsatz hat sich gelohnt", freut sich IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hans F. Trunzer heute (22. August 2008) mit Blick auf das hohe Investitionsvolumen von über 554 Mio. Euro (554.525 TEuro) im Jahr 2007. In dieser Höhe lagen alleine aus dem Kammerbezirk der IHK für Oberfranken Bayreuth Förderanträge vor - im Jahr 2006 lag diese Summe lediglich bei rund 124 Mio. Euro (124.261 TEuro), 2005 bei nur 88 Mio. Euro (88.166 TEuro). Von 2007 zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von fast 450 Prozent. Diese Zahlen ergeben sich aus den bei der Regierung von Oberfranken vorliegenden 117 Anträge für öffentliche Finanzierungshilfen (2006: 44; 2005: 26), für die die IHK eine Stellungnahme abgeben musste. Insgesamt wurden 2007 Fördermittel in Höhe von rund 105 Mio. Euro (105.666) beantragt, deutlich mehr als 2006 (20.118 TEuro) und 2005 (17.441 TEuro). Die Summe der tatsächlich ausbezahlten staatlichen Förderung dürfte allerdings deutlich geringer sein, da bei vielen Anträgen aufgrund der Mittelknappheit nur ein niedrigerer als der maximal mögliche Fördersatz gewährt werden kann.
IHK bietet kostenfreie Beratungsleistung an
"Anders als zunächst befürchtet, haben die Fördermittel auch ausgereicht, um einen Großteil der Förderanträge zu bedienen", so Dr. Trunzer. Dank sprach der IHK-Hauptgeschäftsführer in diesem Zusammenhang nicht nur der Bayerischen Staatsregierung aus, die den ursprünglich vorgesehenen Betrag an Fördermitteln noch einmal aufgestockt hatte, sondern auch der Wirtschaftsförderung der Regierung von Oberfranken, die für die Verteilung der Fördergelder verantwortlich ist. Unternehmen, die eine Förderung in Anspruch nehmen wollen, müssen bei der Regierung von Oberfranken einen Antrag stellen. Diese prüft dann, ob die Voraussetzungen für eine Förderung erfüllt sind und welcher Betrag in Frage kommt. Förderfähig ist eine Investition, wenn dadurch Wachstum und Beschäftigung gefördert werden. "Dabei ist im Kleingedruckten viel zu beachten, weshalb eine begleitende Beratung durch die Experten der IHK meist recht hilfreich ist", so Dr. Trunzer. Die Industrie- und Handelskammer informiert kostenfrei und prüft im Einzelfall vor dem Antrag, ob eine Förderung überhaupt möglich ist. Die IHK-Mitarbeiter beraten auf Wunsch auch im Unternehmen.
Förderung als Standortvorteil Oberfrankens
Die hohe Investitionssumme bestätigt den IHK-Hauptgeschäftsführer, der die Möglichkeit einer einzelbetrieblichen Förderung für einen Standortvorteil Oberfrankens hält. "Fördermittel erleichtern Investitionen und stimulieren die eine oder andere zusätzliche Investition, die ohne Zuschüsse nicht getätigt worden wäre", meint Dr. Trunzer. Trotz der zusätzlich gewährten Mittel ist laut Dr. Trunzer "die Förderdecke nach wie vor zu kurz." Der maximale Fördersatz könne nur in den allerseltensten Fällen gewährt werden, zumal Oberfranken rund ein Drittel an Fördergebietsfläche dazu gewonnen hat. Für die IHK ein Dilemma: Entweder, es werden wenige Projekte kräftig unterstützt, oder viele mit einem geringen Satz. "Hier hoffen wir auf eine weitere Mittelaufstockung durch die Bayerische Staatsregierung", betont der IHK-Hauptgeschäftsführer.
Quelle und Kontaktadresse:
Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth (IHK)
Pressestelle
Bahnhofstr. 23-27, 95444 Bayreuth
Telefon: (0921) 886-0, Telefax: (0921) 886-9299
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