Jahresversammlung der im VDA organisierten Automobilzuliefer-Unternehmen / Wissmann: Zulieferer sind Rückgrat der Automobilindustrie / Ramsauer: Innovative Lösungen für den Leitmarkt Elektromobilität
(Frankfurt am Main/Berlin) - "Die Zulieferunternehmen sind das Rückgrat der deutschen Automobilindustrie. Auf sie entfallen drei Viertel der automobilen Wertschöpfung. Für die Mobilität der Zukunft sind starke Zulieferer unerlässlich. Um die klassischen Antriebe zu optimieren und die Entwicklung von Hybrid- und Elektroantrieben voranzutreiben, brauchen die Zulieferer allerdings auch die notwendige Unterstützung des Kreditgewerbes. Hier sind die Banken gefordert. Nach einer aktuellen VDA-Umfrage ist die Kreditvergabe für zwei von drei Zulieferunternehmen restriktiver geworden. Es wäre auch volkswirtschaftlich alles andere als sinnvoll, wenn im Kern gesunde Unternehmen mit großem Zukunftspotenzial aufgrund einer zu eng ausgelegten Kreditvergabe in Finanzierungsschwierigkeiten geraten würden. Wir sind für eine sachliche Prüfung eines jeden Einzelfalls - aber gegen ein pauschales Herabstufen beim Rating für eine ganze Branche", betonte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), auf der Jahresversammlung der VDA-Herstellergruppe III (Zulieferer) in Berlin.
Auf der Jahresversammlung der Zulieferer sprach auch Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer. Er rief zu einem "Wettbewerb um die besten Lösungen im Verkehr" auf: "Saubere und bezahlbare Mobilität für alle wird es auf Dauer nur geben, wenn der Verkehr unabhängiger vom Öl wird. Das Auto der Zukunft wird mit alternativen, energieeffizienten Antrieben fahren, vor allem mit Elektromotoren. Da drei von vier in Deutschland gebauten Autos exportiert werden, ist dies eine Schlüsselfrage für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie", so der Minister.
Ramsauer betonte: "Wir bauen in Deutschland schon heute die besten Autos mit Verbrennungsmotor weltweit. Mein Ziel ist es, dass wir in Zukunft auch die besten Elektroautos der Welt bauen. Deutschland soll Leitmarkt für Elektromobilität werden. Es kommt jetzt darauf an, die vorhandenen guten Grundlagen zu nutzen. Mit guten, innovativen und intelligenten Lösungen der Wirtschaft und den richtigen Rahmenbedingungen der Politik kann Deutschland seine Spitzenposition ausbauen. Der VDA und seine Mitgliedsunternehmen sind dabei wichtige strategische Partner."
Die Bundesregierung unterstütze gemeinsam mit Industrie und Wissenschaft die Marktvorbereitung von Elektromobilität mit zwei großen Programmen: mit dem im Sommer 2008 gestarteten Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) und dem Batterieprogramm "Elektromobilität in Modellregionen".
Der Bundesverkehrsminister unterstrich: "Bis Elektroautos zu marktfähigen Preisen zur Verfügung stehen, haben wir noch viel zu tun. Wir werden deshalb den Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität weiter konkretisieren und zu einem umfassenden Entwicklungsprogramm ausbauen. Dazu haben wir wichtige Weichen auf der Kabinettsklausur vergangene Woche in Meseberg gestellt. Bis 2020 sollen auf deutschen Straßen 1 Million Elektroautos fahren. Das Ziel ist ehrgeizig, aber realisierbar."
Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
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