Journalisten in Russland müssen gestärkt werden
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband hält es für sehr bedenklich, dass die Medien in Russland kaum noch über Missstände im eigenen Land berichten. "Wer, wenn nicht die Journalisten soll die Bürger über Probleme und Skandale aufklären? Ein großer Teil der Medien aber ist in Staats- oder staatsnahen Händen. Und die kritischen Journalisten und Bürgerrechtler müssen mit Repressalien rechnen oder fallen gar, wie zuletzt Anna Politkowskaja, mysteriösen Morden zum Opfer", kommentierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken die Lage in Russland. Anlass für die Kritik war unter anderem eine Durchsuchung im Moskauer Büro der Bürgerrechtsbewegung des ehemaligen russischen Schachweltmeisters Garri Kasparow. Das Interesse der Beamten bei der Durchsuchung galt unter anderem kritischen Büchern, Zeitungen und Zeitschriften. Die Journalisten in Russland müssten dringend gestärkt, Verbrechen an russischen Journalisten aufgeklärt werden. Hier seien auch die russischen Kolleginnen und Kollegen in der Verantwortung.
Diesen beiden Zielen wird sich auch eine Kommission zur Aufklärung von Journalistenmorden in Russland widmen, für die am Dienstag in London der Startschuss gegeben wurde. Zahlreiche nationale und internationale Journalistenorganisationen, darunter auch der DJV, nahmen an der Auftaktveranstaltung teil. Einigkeit herrschte bei den Anwesenden darüber, dass die Hauptimpulse aus Russland selbst kommen müssen. Die Kommission will die russischen Journalistenorganisationen bei dieser Aufgabe unterstützen und auf internationaler Ebene auf deren Arbeit und Ziele aufmerksam machen.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV)
Hendrik Zörner, Pressesprecher, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
Pressehaus 2107, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7262792-0, Telefax: (030) 7262792-13
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