Pressemitteilung | VhU - Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. - Hauptgeschäftsstelle
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Landeshilfen in der Finanzkrise / Wirtschaftsminister Rhiel und VhU informieren über Bürgschafts-, Beteiligungs- und Forschungsprogramme

(Frankfurt am Main) - Nach der Rettung des Bankensystems funktioniert die Geldvergabe immer noch nicht reibungslos. Zwar könne man nicht von einer massiven Kreditklemme sprechen, aber für mögliche Risiken vorzusorgen sei in jedem Fall der richtige Weg, waren sich Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel und Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände einig. Bei einer gemeinsamen Informationsveranstaltung für Mitgliedsunternehmen und -verbände betonte Wirtschaftsminister Alois Rhiel, die Hessische Landesregierung lasse die Unternehmen in Zeiten wie diesen nicht im Regen stehen, sondern helfe mit einem ganzen Maßnahmenbündel.

"Wenn Unternehmen deutlich machen können, dass sie nur wegen der Schwierigkeiten, in denen unserer Bankenlandschaft steckt, keinen Kredit mehr bekommen, dann müssen sie den anders kriegen können. Deshalb regen wir eine zentrale Anlauf- und Clearingstelle an, in der Fachleute das Problem analysieren und das Unternehmen an die richtige Bank - z. B. Investitionsbank, Bürgschaftsbank - oder Problemlösungsinstitution - z. B. Mittelständische Beteiligungsgesellschaft - führen", so Fasbender. In Hessen habe man mit den Regierungspräsidien für umweltrechtliche Verfahren positive Erfahrungen mit der Einführung zentraler Stellen für klein- und mittelständische Unternehmen gemacht, die sich auf den Finanzbereich anwenden ließen.

Rhiel verwies in diesem Zusammenhang auf das Beratungszentrum der Hessen Agentur mit Sitz in Wiesbaden, das sich um solche Fälle kümmere und Repräsentanten von Unternehmen schnellstmöglich in Kontakt mit den richtigen Stellen bringe. "Die Bürger erwarten in diesen Tagen Stabilität und vertrauensvolles Handeln. Die Landesregierung handelt deshalb entschlossen und bleibt in der Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik berechenbar", sagte Rhiel - und ergänzte: "Neben Bürgschaften geht es aktuell vor allem um die Förderung von Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen. Gute Innovationen im Mittelstand dürfen nicht an der Finanzierungsfrage scheitern." Dazu zählt die Verkürzung des Zeitraums zwischen Erfindung und Vermarktung von Produkten und Verfahrensinnovationen. Das oberste Ziel heißt Schaffung und Sicherung zukunftsfähiger, wettbewerbsfähiger Arbeitsplätze im Mittelstand."

Das Land fördert Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Verbund - wenn ein Betrieb mit weniger als 250 Beschäftigten gemeinsam mit einem anderen Mittelständler Projekte entwickelt oder dabei mit einer Hochschule zusammenarbeitet. Dabei können bis zu 49 Prozent der Projektkosten gefördert werden. Rhiel verwies ferner auf ein Sonderprogramm für Betriebsmittelbürgschaften mit verbesserten Konditionen (Info: www.wirtschaft.hessen.de). Damit soll den Unternehmen die Kreditaufnahme erleichtert - und damit rasche Liquiditätshilfe geleistet werden. Zielgruppe sind vorrangig von der Finanzmarktkrise betroffene kleine und mittlere Unternehmen, insbesondere der Automobilzulieferbranche.
Neu ist die Anhebung der Bürgschaftsquoten für Betriebsmittelbürgschaften von bislang maximal 60 Prozent auf künftig bis zu 80 Prozent der Kreditsumme sowie ein beschleunigtes Antrags- und Bearbeitungsverfahren.

Der Minister verwies auch auf das Sonderinvestitionsprogramm des Landes für Baumaßnahmen an Schulen und Hochschulen hin. Mit 1,7 Milliarden Euro sei das Programm stark genug, um Arbeitsplätze im Baugewerbe zu sichern. Dies sei ebenso sinnvoll wie der Ausbau des Frankfurter Flughafens, der mit Investitionen von vier Milliarden Euro und 40.000 neuen Arbeitsplätzen "das größte Konjunkturprogramm für Hessen" sei.

Das Land begegne der Krise aus einer "Position der Stärke" heraus. Die Zahl der Erwerbstätigen in Hessen ist mit mehr als 3,1 Millionen Menschen so hoch wie nie zuvor; die Arbeitslosigkeit liegt auf dem niedrigsten Stand in einem Dezember seit 1993. Die Unternehmen in Hessen seien innovativ und stark.

Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU) Dr. Ulrich Kirsch, Leitung, Presse und Kommunikation Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main Telefon: (069) 95808-0, Telefax: (069) 95808-126

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