Medizintechnik: Baden-Württemberg und Bayern im Ländervergleich führend
(Berlin) - In Baden-Württemberg gibt es die meisten Betriebe und Beschäftigten; die bayerischen Medizintechnikhersteller liegen beim Umsatz vorne; Hessen bei Beschäftigten und Umsätzen auf Platz 3; in Nordrhein-Westfalen gibt es überdurchschnittlich viele kleine Medizintechnikbetriebe; Sachsen und Thüringen in Ostdeutschland vorne
Laut einer Berechnung des Branchenverbandes SPECTARIS auf Basis von Daten der Statistischen Landesämter für das Jahr 2006 ist Baden-Württemberg das Bundesland mit der höchsten Zahl von Betrieben in der Medizintechnikindustrie. Mit 229 Herstellern sind rund 19 Prozent der bundesweit knapp 1.200 Betriebe in diesem Bundesland angesiedelt. 17 Prozent der Betriebe sind in Nordrhein-Westfalen zu finden, 12 Prozent in Bayern. Mit 75 bzw. 50 Betrieben liegen Sachsen und Thüringen im Vergleich der ostdeutschen Bundesländer vorne.
Das Land Baden-Württemberg zählt auch die meisten Beschäftigten der Medizintechnikbranche im Vergleich der Bundesländer. Über 22.400 der bundesweit 87.700 in der Medizintechnik beschäftigten Menschen arbeiteten 2006 in diesem Bundesland. Gemessen an der Zahl der Beschäftigten nehmen Bayern mit rund 17.900 und Hessen mit rund 9.400 beschäftigten Menschen die Plätze 2 und 3 ein, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 8.700 Beschäftigten.
Auf Platz 1 im Bundesvergleich bei den Umsätzen liegt Bayern. Die Betriebe im Freistaat erzielten im Jahr 2006 mit 4,84 Mrd. Euro rund 30 Prozent aller in Deutschland von produzierenden Medizintechnikunternehmen erwirtschafteten Umsätze, die bei insgesamt 15,9 Mrd. Euro lagen. Gemessen an den Umsätzen liegt Baden-Württemberg mit 3,59 Mrd. Euro auf Platz 2 vor Hessen, dessen Medizintechnikhersteller 2006 auf einen Gesamtumsatz von 1,78 Mrd. Euro kamen.
"Fast zwei Drittel des Gesamtumsatzes der produzierenden Medizintechnikbranche in Deutschland werden von Betrieben in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen erzielt. Weit über die Hälfte der in der Branche beschäftigten Menschen arbeiten in diesen Bundesländern. Doch wer glaubt, außerhalb dieser drei Länder gäbe es keine produzierenden Medizintechnikunternehmen, der irrt: Ob in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Sachsen oder Thüringen - erfolgreiche Medizintechnikhersteller mit entsprechenden Clustern aus branchennahen Instituten und Universitäten sind auch dort zu finden", warnt Sven Behrens, Hauptgeschäftsführer von SPECTARIS, vor einer allzu einseitigen Interpretation der Zahlen.
SPECTARIS prognostiziert für die Medizintechnikbranche im laufenden Jahr ein kräftiges Umsatzplus von bis zu 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf rund 17,2 Mrd. Euro. Damit könnte die Branche nahtlos an ein erfolgreiches Jahr 2006 anschließen, in dem der Gesamtumsatz um 8,1 Prozent zulegte. Dabei wuchs der Inlandsumsatz nach 2 Jahren des Rückgangs um schwache 3,2 Prozent auf 5,7 Mrd. Euro, der Exportumsatz um erneut deutliche 11,1 Prozent auf 10,2 Mrd. Euro. Bei den weltweiten Exporten belegte Deutschland im Jahr 2006 Platz 2 hinter den USA. Rund 39 Prozent der Exporte gingen in die Länder der Europäischen Union, knapp 25 Prozent nach Nordamerika und rund 14 Prozent nach Asien.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e.V. (SPECTARIS)
Thomas Krieger, Pressesprecher
Saarbrücker Str. 38, 10405 Berlin
Telefon: (030) 414021-0, Telefax: (030) 414021-33
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