Pressemitteilung | GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.
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Mehr Baugenehmigungen sind noch kein Wohnungsbau-Aufschwung

(Berlin) - Im April 2026 wurde in Deutschland der Bau von 20.200 Wohnungen genehmigt. Das waren 9,2 Prozent beziehungsweise 1.700 Baugenehmigungen mehr als im April 2025. Von Januar bis April 2026 wurden insgesamt 83.700 Wohnungen in neuen sowie bestehenden Gebäuden genehmigt – ein Plus von 13,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig wichtigsten Gebäudeart für die angespannten Wohnungsmärkte, wurden 44.300 Neubauwohnungen genehmigt. Das entspricht einem Anstieg von 14,7 Prozent.

„Das Plus bei den Baugenehmigungen ist ein kleines positives Signal, aber noch lange kein Grund zur Entwarnung. Die Zahlen kommen von einem dramatisch niedrigen Niveau. Von einem Aufschwung kann derzeit angesichts stark eingebrochener Fertigstellungen im vergangenen Jahr und einem weiterhin absinkenden Geschäftsklima im Wohnungsbau absolut keine Rede sein. Das muss sich dringend ändern“, sagt Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW.

In Deutschland werden jedes Jahr mindestens 320.000 neue Wohnungen, davon 100.000 Sozialwohnungen benötigt. Von diesem Bedarf ist die Bautätigkeit weiterhin meilenweit entfernt. Besonders in den Städten und Ballungsräumen bleibt die Lage extrem angespannt. Entscheidend ist jetzt, dass aus Genehmigungen auch tatsächlich gebaute Wohnungen werden. Genau daran scheitern derzeit viele Projekte wegen hoher Baukosten, teurer Finanzierung, überzogener Standards und fehlender Planungssicherheit.

„Die Bundesregierung muss jetzt einen echten Befreiungsschlag für den bezahlbaren Wohnungsbau liefern“, sagt Gedaschko. Notwendig sind ein verlässlicher bundesweiter Basisstandard für günstigeres und rechtssicheres Bauen, schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren, weniger Bürokratie und deutlich bessere Bedingungen für serielles und modulares Bauen. Gleichzeitig muss die Förderung langfristig verlässlich, sozial zielgenau und auskömmlich sein.

Quelle und Kontaktadresse:
GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V., Andreas Schichel, Leiter(in) Pressestelle, Klingelhöferstr. 5, 10785 Berlin, Telefon: 030 824030

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