Mehr Sparen bleibt Unsinn
(Berlin) - Mehr sparen wird keine Arbeitsplätze schaffen und die Konjunktur nicht ankurbeln. Solche Vorschläge sind kontraproduktiv. Das erklärte Dr. Bernd Niederland, Bundesgeschäftsführer der Volkssolidarität, am 23. Dezember 2005 in Berlin zu neuen Äußerungen des Ökonomen Hans-Werner Sinn in einem Zeitungsinterview. Herr Sinn mag seine Vorschläge immer wieder vorbringen, sie bleiben dennoch Unsinn angesichts der gegenwärtigen Situation.
Der Ökonom vergesse, dass der bisherige Sparkurs nicht die versprochenen Effekte gebracht habe, so Niederland. Es ist nur das Gegenteil dessen herausgekommen, was verheißen wurde, statt Aufschwung nur Stagnation. Der Bundesgeschäftsführer warnte davor, den Bürgern weitere Belastungen aufzubürden und Sozialleistungen weiter zu kürzen. Zudem wachse der Anteil derjenigen Bürger, die durch Einkommensverluste, niedrige Löhne, Arbeitslosigkeit und Rentenkürzungen kaum noch wissen, von was sie sparen sollen.
Herr Sinn soll doch mal ein Beispiel nennen, wo ein Unternehmen wegen niedrigerer Löhne auf Arbeitsplatzabbau verzichtete und statt neuer Technik anzuschaffen neue Arbeitsplätze schuf, forderte Niederland.
Steuergeschenke, Lohnzurückhaltung und Sozialabbau hatten schon bisher keine neuen Investitionen durch die Unternehmen zur Folge. Der Ökonom schlage nur die altbekannte neoliberale Medizin vor, die die Ursachen der Krankheit nicht beseitigt, sondern nur verschlimmert.
Quelle und Kontaktadresse:
Volkssolidarität Bundesverband e.V.
Tilo Gräser, PR-Referent
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