Mehrwertsteuer treibt Arzneimittelausgaben nach oben
(Berlin) - Die Mehrwertsteuer belastet die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) bei den Arzneimittelausgaben erheblich. Nach Berechnungen der ABDA Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände verursacht der erhöhte Mehrwertsteuersatz fast die Hälfte der Kostensteigerung um 5,7 Prozent auf knapp 8,2 Milliarden Euro in den ersten vier Monaten des Jahres 2007. Ohne die Mehrwertsteuererhöhung zu Jahresbeginn wären die GKV-Arzneimittelausgaben nur um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gewachsen.
Trotz des erhöhten Rabatts der Apotheken an die Krankenkassen stiegen die GKV-Arzneimittelausgaben im April 2007 gegenüber dem Vorjahresmonat um 10,9 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Auch hier spiegelt sich der kostentreibende Effekt der erhöhten Mehrwertsteuer wider. Die Steigerungsrate hat ansonsten statistische Gründe: Im April 2006 waren die GKV-Arzneimittelausgaben gegenüber März 2006 um 12,8 Prozent zurückgegangen, da das Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG) im April 2006 erstmals seine kostendämpfende Wirkung entfaltet hatte.
Wegen der Erhöhung des Apothekenrabatts an die Krankenkassen ist der Wertschöpfungsanteil der Apotheken an den GKV-Arzneimittel-ausgaben erneut deutlich zurückgegangen. Er lag für die Monate Januar bis April 2007 mit nur noch 16,1 Prozent auf demselben Niveau wie der Mehrwertsteueranteil. Die anderen Anteile an der Wertschöpfung entfallen auf die Industrie und den Großhandel.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA)
Annette Rogalla, Pressesprecherin
Jägerstr. 49-50, 10117 Berlin
Telefon: (030) 40004-0, Telefax: (030) 40004-598
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