Pressemitteilung | Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
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Mehrwertsteuereffekt beeinträchtigt Pkw-Absatz in Deutschland / Erfreuliche Fortsetzung des Exporterfolgs

(Frankfurt am Main) - Das derzeitige Automobilgeschäft ist durch Licht und Schatten geprägt. Während die deutsche Automobilindustrie im Ausland erneut große Absatzerfolge erzielt, ist das Neuzulassungsgeschehen im Inland in den ersten Monaten dieses Jahres noch voll durch die Nachwirkungen des Mehrwertsteuer-bedingten Vorzieheffekts statistisch verzerrt. Hinzu kommt im Februar ein Einmaleffekt durch die Umstellung des Kraftfahrtbundesamtes auf die neue Fahrzeug-Zulassungsverordnung. Das KBA hat seinen Monatsabschluss um 2 Tage verkürzt. Die Pkw-Neuzulassungen liegen im Februar voraussichtlich mit 183.000 Pkw um 15 Prozent unter dem Vorjahr (Jan.-Feb.: -13 Prozent).

Prof. Dr. Bernd Gottschalk, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA): „Diese Absatzzahlen in Deutschland haben nur wenig mit dem realen Marktgeschehen zu tun.“ Dem positiven Effekt eines Kaufs mit vermiedener Steuererhöhung, der das Vorjahresergebnis aufgebläht hat, folgt nun die rechnerische Absatzlücke. Der Gesamteffekt der vorgezogenen Käufe in Höhe von ca. 95.000 Pkw wurde bis Februar erst zu zwei Drittel abgearbeitet. Auch im März müsse man mit einer Absatzlücke rechnen, so Prof. Gottschalk.

Das Nachfragegeschehen ist nach wie vor dadurch gekennzeichnet, dass neue Modelle den Markt stützen. Signifikante Veränderungen in der Absatzstruktur nach Segmenten sind nicht zu verzeichnen. Erfreulich ist das Abschneiden der deutschen Hersteller, die im Februar mit ihrem Produktprogramm weniger vom Absatzrückgang betroffen waren als die Importeure. Prof. Gottschalk: „Im weiteren Jahresverlauf ist nach dem Auslaufen des Mehrwertsteuereffekts mit einer Normalisierung des Absatzgeschehens zu rechnen, jedoch ist realistischerweise in den verbleibenden 3 Quartalen nur noch ein teilweises Aufholen der Mehrwertsteuer-bedingten Absatzlücke zu erreichen, so dass im Gesamtjahr 2007 die Neuzulassungen eher in der Nähe von 3,3 Mio. Pkw liegen dürften.“

Die gestiegene Produktion und die gute Kapazitätsauslastung zeigen, dass der starke Export die Sondersituation im Inland mehr als ausgleicht. Drei von vier im Inland hergestellten Fahrzeugen werden inzwischen im Ausland abgesetzt. Auf der Grundlage eines bereits hohen Ausfuhrvolumens konnten die deutschen Hersteller ihren Pkw-Export - nach einem Zuwachs um 20 Prozent im Januar - im Februar um weitere 6 Prozent auf 359.000 Personenkraftwagen steigern (Jan.-Feb.: +14 Prozent). Damit setzt sich der erfreuliche Trend von Marktanteilsgewinnen auf wichtigen Weltmärkten weiter fort.

Im Februar rollten in Deutschland mit 485.000 Pkw 7 Prozent mehr Personenkraftwagen von den Bändern. Im bisherigen Jahresverlauf legte die Pkw-Produktion um 10 Prozent zu.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) Eckehart Rotter, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Westendstr. 61, 60325 Frankfurt am Main Telefon: (069) 975070, Telefax: (069) 97507261

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