Pressemitteilung | Deutscher Mieterbund e.V. (DMB)
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Mieterbund-Präsident Dr. Franz-Georg Rips: Bezahlbare Wohnungen in Ballungsgebieten fehlen / Energetische Modernisierungen vorantreiben / Mietrechtsverschlechterungen überflüssig

(Heidelberg) - "Insbesondere in Ballungszentren und Universitätsstädten gibt es heute schon Wohnungsengpässe, und es fehlen bezahlbare Wohnungen. In den nächsten fünf Jahren müssen nach Gutachten des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und des Instituts der deutschen Wirtschaft 1,0 bis 1,3 Millionen Wohnungen neu gebaut werden. Tatsächlich liegt die Fertigstellungszahl zurzeit bei jährlich etwa 175.000 Wohnungen. Bis 2015 werden somit zusätzlich 100.000 bis 350.000 Wohnungen fehlen, wenn die Politik jetzt nicht gegensteuert", erklärte der Präsident des Deutschen Mieterbundes (DMB), Dr. Franz-Georg Rips, auf einer Pressekonferenz in Heidelberg im Vorfeld von Vorstandsberatungen der Mieterorganisation. Steigende Mieten und eine noch höhere Wohnkostenbelastung gerade für einkommensschwächere Haushalte seien die Konsequenz. Verstärkt werde diese Entwicklung noch durch teure Energiepreise und Mieterhöhungen aufgrund notwendig werdender energetischer Modernisierungen im Wohnungsbestand.

"Die Bundesregierung spricht zwar von großen Herausforderungen für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, sie hat bisher aber weder Vorschläge gemacht noch Ideen bzw. Konzepte entwickelt, wie die aktuellen Probleme und die Hauptfragen der nächsten Jahre gelöst und beantwortet werden können", kritisierte der Mieterbund-Präsident. "Das muss sich schnellstmöglich ändern, Handeln ist angesagt."

1. Wohnungsneubau ankurbeln

Wir brauchen mehr Wohnungsneubau. Die aktuellen Fertigstellungszahlen sind die niedrigsten seit 1950. Deshalb muss der Bund zumindest die Abschreibungsbedingungen im Wohnungsbau ändern. Wir fordern eine Investitionszulage bzw. die Wiedereinführung der degressiven Abschreibung. Die Bundesregierung betont im Koalitionsvertrag zwar die Notwendigkeit zusätzlichen Neubaus in Ballungszentren, sie unternimmt aber trotzdem nichts.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Mieterbund e.V. (DMB) Pressestelle Littenstr. 10, 10179 Berlin Telefon: (030) 223230, Telefax: (030) 22323100

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