Mindestlohn in der Entsorgungsbranche stößt auf breite Akzeptanz / BDE zieht drei Monate nach Inkrafttreten erste Zwischenbilanz
(Berlin) - Die Einführung des flächendeckenden Mindestlohnes von 8,02 Euro pro Stunde in der Entsorgungswirtschaft hat das Ansehen der Branche insgesamt verbessert. Zu diesem Ergebnis kommt der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V. in einer ersten Zwischenbilanz, die der Verband drei Monate nach Inkrafttreten des Mindestlohntarifvertrages gezogen hat.
BDE-Präsident Peter Kurth: "Wir sind zum Thema Mindestlohn in den letzten Wochen mit zahlreichen Mitgliedsunternehmen im Gespräch gewesen. Viele Firmen haben uns berichtet, dass die Einführung und Anwendung des Mindestlohnes bei den Geschäftskunden und Auftrag gebenden Kommunen positiv aufgenommen wurde." Es habe bei der Befragung der BDE-Unternehmen
- auch in strukturell schwierigen Regionen -, so Kurth, "keinerlei Hinweise" gegeben, dass die Einführung des Mindestlohnes zum Abbau von Arbeitsplätzen geführt habe.
Allerdings sei die Einführung des Mindestlohnes in der derzeitigen globalen Wirtschafts- und Finanzkrise, unter deren Auswirkungen nach einer BDE-Umfrage 93 Prozent der Unternehmen leiden, für viele Unternehmen ein Kraftakt gewesen. BDE-Präsident Kurth: "Mit Blick auf die bevorstehende Diskussion über die Zukunft des Branchenmindestlohnes sollten alle Tarifpartner wissen, dass die damit verbundenen Belastungen für viele Firmen eine Grenze erreicht haben, die nicht überschritten werden darf. Augenmaß muss hier den Vorrang vor Einzelinteressen haben."
Kurth kündigte an, dass in wenigen Wochen Gespräche mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di über die Zukunft des Mindestlohntarifvertrages über den 31.10.2010 hinaus beginnen sollen. Bis dahin werde der BDE das Meinungsbild seiner Mitglieder durch die intensive Diskussion in einem neu gebildeten Arbeitskreis weiter verdichten und konkretisieren.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V. (BDE)
Karsten Hintzmann, Leitung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Behrenstr. 29, 10117 Berlin
Telefon: (030) 5900335-0, Telefax: (030) 5900335-99
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