Mit Minister Gabriel und Minister Seehofer Roadmap Biokraftstoffe vorgestellt / Wissmann: Biokraftstoffe sind entscheidender Beitrag zur CO2-Minderung im Straßenverkehr
(Berlin/Frankfurt am Main) - Die deutsche Automobilindustrie hat sich gemeinsam mit der Politik, der Mineralölindustrie und der Biokraftstoffindustrie dazu bekannt, den Anteil an Biokraftstoffen sukzessive weiter auszubauen. Mit der nun vorliegenden `Roadmap Biokraftstoffe´ leisten wir einen entscheidenden Beitrag zur weiteren Senkung der CO2-Emissionen im Straßenverkehr, betonte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und Horst Seehofer, Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, in Berlin.
Die deutsche Automobilindustrie ist mit dieser Vereinbarung, die bislang weltweit einmalig ist, in die Offensive gegangen. Wir setzen insbesondere auf Biokraftstoffe der 2. Generation, die nahezu CO2-neutral sind und nicht in die Nahrungsmittelkette eingreifen. Damit sichern wir individuelle Mobilität auch für eine Zeit, in der die fossilen Energieträger knapper und teurer werden, unterstrich Wissmann.
Wissmann unterstrich: Wir werden zunächst den Biokraftstoffanteil im Benzin und Diesel von heute 5 auf künftig 10 Prozent anheben. Beim Benzin entspreche das einer Beimischung von bis zu 10 Prozent Ethanol. Um auch beim Diesel kurzfristig auf eine 10-prozentige Beimischung zu gelangen, werde die zulässige Biodieselbeimischung auf 7 Prozent angehoben. Parallel dazu werden co-hydrierte Pflanzenöle beigemischt werden, so dass auch beim Diesel insgesamt eine Biokraftstoffbeimischung von 10 Prozent erreicht wird.
Die Erhöhung der Biokraftstoffbeimischung auf 10 Prozent ist der erste wichtige Schritt, der auch mit den heute verfügbaren Biokraftstoffen innerhalb kurzer Zeit umsetzbar ist, so Wissmann. Dabei werde die Industrie aber nicht stehen bleiben: Wir haben uns gemeinschaftlich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 eine 20-prozentige Biokraftstoffbeimischung zu erreichen. Dafür setzen wir auf die Biokraftstoffe der 2. Generation. Ein Zeichen hierfür ist die erst kürzlich verkündete Beteiligung zwei unserer Mitgliedsunternehmen an der Firma Choren, einem der aussichtsreichsten Hersteller von BTL-Kraftstoff.
BTL (biomass to liquid) besitze hervorragende Kraftstoffeigenschaften, so dass bereits heute höhere Biokraftstoffmengen technisch im Fahrzeugbestand umsetzbar seien. Daneben biete BTL die Möglichkeit, um die CO2-Emissionen um bis zu 90 Prozent zu reduzieren.
Wissmann betonte: Ein entscheidender Vorteil der Biokraftstoffe der 2. Generation ist außerdem, dass diese nicht in die Nahrungsmittelproduktion eingreifen. Wir müssen weg kommen von einer möglichen Konkurrenzsituation mit Nahrungsmitteln! Der Schlüssel hierzu liege in den neuen synthetischen Herstellungsverfahren, die eben nicht mehr auf pflanzliche Öle oder Getreide angewiesen seien, sondern die Biokraftstoffe der 2. Generation aus organischen Reststoffen wie z. B. Stroh herstellen.
Biokraftstoffe sind kein Selbstzweck, sondern müssen zur Reduktion der CO2-Emissionen und zur Reduzierung der Abhängigkeit vom Rohöl beitragen. Daher haben wir uns auf den Nachweis der CO2-Reduktion geeinigt. Wir werden darüber hinaus Kriterien für einen nachhaltigen Anbau von Biomasse festschreiben. Auf diese Weise können wir die Diskussion um die Abholzung von Regenwald oder die Verdrängung von Naturschutzgebieten für die Biokraftstoffproduktion beenden, unterstrich Wissmann.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
Eckehart Rotter, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Westendstr. 61, 60325 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 975070, Telefax: (069) 97507261
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