Pressemitteilung | VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V. - Hauptgeschäftsstelle
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Mit modernen Getrieben die Krise wegschalten / Potenziale der Getriebetechnologie stärker nutzen

(Düsseldorf/Friedrichshafen) - Anlässlich der VDI-Tagung Getriebe in Fahrzeugen 2009, die vom 30. Juni bis 1. Juli in Friedrichshafen stattfand, forderte VDI-Präsident Professor Bruno O. Braun die Automobilbranche dazu auf, mehr Gelder in die Entwicklung umweltfreundlicher Getriebe zu investieren. "Verkaufsimpulse wie durch die Abwrackprämie haben nur kurzfristig positive Auswirkungen auf die Automobilindustrie. Die Branche braucht Innovationen, um die weltweite Krise nachhaltig zu überstehen. Großes Potenzial liegt hier im Antriebsstrang", sagte Braun. Insbesondere bei ressourceneffizienten Getriebelösungen wie Hybrid- oder Elektroantrieben liege ein immenses Nutzungspotenzial, das es zu erschließen gilt. "Wenn wir jetzt nicht in zukunftsfähige Technologien investieren, werden wir nach der Krise von anderen Ländern abgehängt. Das darf uns auf keinen Fall passieren."

Investitionen stärken Standort Deutschland

In seiner Plenarrede unterstrich der VDI-Präsident zudem, wie bedeutend die Entwicklung innovativer Antriebe für den Produktionsstandort Deutschland sei. "Wir verfügen über hoch qualifizierte Arbeitnehmer und moderne Produktionsanlagen. Diese Potenziale müssen wir nicht nur abrufen, sondern noch weiter ausbauen. Nur so bleiben wir im weltweiten Wettbewerb der Produktionsstandorte konkurrenzfähig." Als wichtigste Maßnahme identifizierte er vor allem eine intensivere Nachwuchsförderung sowie Investitionen in moderne Automatisierungstechnologien. Bei der Flexibilität der Produktionsanlagen bestehe noch erheblicher Verbesserungsbedarf. "Durch technische und organisatorische Prozessinnovationen in den Firmen kann die Produktivität häufig um 20 bis 30 Prozent gesteigert werden. Statt Fabriken aus Personalkostengründen auf grünen Wiesen in Niedriglohnländern zu errichten, sollten die Unternehmenschefs zunächst die Potenziale am deutschen Standort vollständig ausnutzen", so Braun.

Quelle und Kontaktadresse:
VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V., Hauptgeschäftsstelle Pressestelle VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf Telefon: (0211) 6214-0, Telefax: (0211) 6214-575

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