Möllenberg fordert Beschäftigungsbrücke durch Altersteilzeit
(Berlin) - "Die FDP entlarvt sich als Partei der sozialen Kälte. Der Vorschlag einer Rente mit 60 ist eine der größten Mogelpackungen der Sozialpolitik", so die Einschätzung von Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).
Die Rente mit 60 wäre eine Rente für Reiche, nur die könnten sich Abschläge von bis zu einem Viertel der Rente leisten, so Möllenberg. Die Zunahme der Altersarmut wäre programmiert. Unsozial wäre auch die unbeschränkte Hinzuverdienstmöglichkeit. Sie führte zu einem Verdrängungswettbewerb auf dem Arbeitsmarkt. "Wir haben nicht zu wenig Arbeitskräfte, sondern zu wenig gut bezahlte Arbeit. Notwendig ist hingegen die Qualifizierung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie die altersgerechte Gestaltung der Arbeitsbedingungen."
Möllenberg bekräftigte den Widerstand der Gewerkschaften gegen die Rente mit 67. "Wir brauchen einen sozial ausgestalteten Übergang in die Rente. Der Solidarpakt zwischen Älteren, die sozial abgefedert früher in Rente gehen können und Jüngeren, die damit gesicherte Arbeitsplätze erhalten, hat sich bewährt und ist ein Modell für die Zukunft. Die Beschäftigungsbrücke durch Förderung der Altersteilzeit und Teilrente muss erhalten bleiben."
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Hauptstadtbüro
Dr. Karin Vladimirov, Pressesprecherin
Luisenstr. 38, 10117 Berlin
Telefon: (030) 288849693, Telefax: (030) 288849699
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