Pressemitteilung | Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) - Hauptstadtbüro
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Möllenberg: Wer zahlt die Zeche für gesunkene Lebensmittelpreise?

(Köln) - Vor Beginn der Anuga, der Allgemeinen Nahrungs- und Genussmittel-Ausstellung, erklärte der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Franz-Josef Möllenberg: "Wir haben qualitativ hochwertige Lebensmittel wie noch nie. Aber wenn insbesondere die Discounter die Preisspirale immer weiter nach unten treiben, besteht die Gefahr, dass dies zu Lasten der Lebensmittelqualität gehen könnte, wie die Beispiele Analog-Käse oder Gel-Schinken zeigen." Das könne nicht im Sinne der Verbraucherinnen und Verbraucher sein.

Leidtragende, so Möllenberg, sei überdies die weitgehend noch mittelständisch geprägte Lebensmittelwirtschaft und damit letztlich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. An sie werde der Preisdruck in Form von Leistungsverdichtung, schlechteren Arbeitsbedingungen und schlimmstenfalls sogar Entlassungen weitergegeben: "Wenn die Discounter wirklich so gut verdienen, dann sollten sie lieber den Beschäftigten höhere Löhne zahlen und die Arbeitsbedingungen verbessern" so Möllenbergs Forderung.

Es sei deutlich, dass die Ernährungswirtschaft in Zeiten der Wirtschaftskrise noch relativ stabil dastehe und durchaus Beschäftigung sichere: "Kurzarbeit ist in der Ernährungswirtschaft noch ein Fremdwort. Doch das kann sich ändern. Noch ist die Krise nicht überwunden."

Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Hauptstadtbüro Dr. Karin Vladimirov, Pressesprecherin Luisenstr. 38, 10117 Berlin Telefon: (030) 288849693, Telefax: (030) 288849699

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