Müntefering verunsichert Rentner
(Berlin) - Der neue Vorschlag von Bundessozialminister Franz Müntefering, die Rente ab 67 schon eher einzuführen, ist nicht nachvollziehbar und nicht akzeptabel. Er verunsichert nur die heutigen und künftigen Rentner und ändert nichts an den Problemen der Rentenkassen. Das erklärte der Präsident der Volkssolidarität, Prof. Gunnar Winkler. Nachdem er erklärte, per Gesetz eine nominale Rentenkürzung vor 2009 zu verhindern, macht der Minister nun die Gegenrechnung auf.
Winkler sagte weiter: Dieser Vorschlag bedeutet wie schon die Planung im Koalitionsvertrag nur eine Verschlechterung für die künftigen Rentnerjahrgänge. Er widerlegt erneut alle Behauptungen, dass es keine Rentenkürzungen geben wird. Die schrittweise Erhöhung des Renteneintrittsalters zu welchem Zeitpunkt auch immer stellt eine weitere Rentenkürzung dar. Sie ist nicht akzeptabel und schadet künftigen Rentnern, vor allem denen, die schon heute keine Arbeit mehr finden. Sie trägt nicht dazu bei, die Finanzbasis der Rentenversicherung zu stärken.
Statt einer Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre und gekürzter Zwangsrente mit 60 seien zusätzliche Möglichkeiten notwendig, aus der Arbeit in die Rente zugehen, so Winkler. Anstatt für dieses Problem wirksame Lösungen anzustreben, sehe die Große Koalition im Wesentlichen nur eine Weiterführung bisheriger Instrumente vor.
Während die Planung von Verschlechterungen für die künftigen Rentenjahrgänge schon ziemlich sicher erscheint, bleiben Vorschläge für notwendige Maßnahmen für mehr Beschäftigung von über 50-Jährigen weitgehend nebulös., kritisierte der Verbandspräsident.
Quelle und Kontaktadresse:
Volkssolidarität Bundesverband e.V.
Tilo Gräser, PR-Referent
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