Pressemitteilung | Betriebliche Versorgungswerke für Unternehmen und Kommunen e.V. (BVUK.Verband)

Neuordnung der Altersvorsorge gefährdet Betriebsrente / BVUK.Verband fordert Strategiewechsel bei der betrieblichen Altersversorgung

(Würzburg) - Der BVUK. Verband Betriebliche Versorgungswerke für Unternehmen und Kommunen e.V. kritisiert die geplanten Änderungen der Regierungskoalition zur betrieblichen Altersversorgung. "Das künftige Altersversorgungsmodell ist unbefriedigend und schmälert gravierend den wirtschaftlichen Erfolg der Betriebsrente, die gerade mit dem Altersvermögensgesetz (AVmG) so stark gefördert werden sollte", so BVUK-Vorstand Michael Reizel. Der Interessenverband fordert deshalb einen strategischen Wechsel in der Rentenpolitik.

Zentrale Forderung des Verbandes ist, die Sozialversicherungsfreiheit der Beiträge zur Entgeltumwandlung über das Jahr 2008 hinaus zu erhalten. Zum einen müsse man die verfassungsrechtliche Zulässigkeit des Wegfalls der Sozialversicherungsfreiheit anzweifeln, wenn sie gleichzeitig für zusätzliche Arbeitgeberleistungen erhalten bleibt. Zum anderen könne kein "Beitrag auf den Beitrag" innerhalb des Altersversorgungssystems geleistet werden. Dies wäre der Fall, wenn auf Beiträge an Pensionskassen, Pensionsfonds oder Unterstützungskassen noch einmal Sozialversicherungsbeiträge entrichtet und in die gesetzliche Rentenversicherung abgeführt werden müssten. Reizel appelliert, bereits jetzt sinnvolle Rechengrundlagen zu bilden und auf der Einnahmenseite ohne Beiträge zur Renten- und Krankenversicherungen zu kalkulieren.

Zudem fordert der Verband, steuerliche Unterschiede bei den Durchführungswegen sowie die Wahlfreiheit bezüglich der Renten- oder Kapitalleistung zu erhalten. "Die Gleichmacherei kommt den unterschiedlichen Bedürfnissen und Lebensplanungen der Versicherten in keiner Weise entgegen", kritisiert Reizel. "Außerdem verschmelzen die Unterschiede zwischen Direktversicherung und Pensionskasse, wenn die Kapitalleistung verschwindet und alle versicherungsnahen Durchführungswege nach §3 Nr. 63 EstG gefördert werden." Am Ende stünden nur noch klassische Rentenpläne sowie die risikobehaftete Absicherung über den Pensionsfonds für die Versicherten zur Auswahl.

Schließlich warnt der Verband eindringlich davor, Ausbildungszeiten bei der Rentenleistung nicht mehr anzurechnen. Die Ressource Humankapital sei für Deutschland besonders wichtig, um den Standort langfristig attraktiv zu halten.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der BVUK. Betriebliche Versorgungswerke für Unternehmen und Kommunen e.V. Waltherstr. 9, 97074 Würzburg Telefon: 0931/88065710, Telefax: 0931/88065715

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