NGG wehrt sich gegen Kahlschlag bei Getränkelogistiker Trinks
(Hamburg) - Die Verhandlungen über die Löhne und Gehälter beim größten Getränkelogistiker in Deutschland, der Trinks GmbH, spitzen sich zu. Für die rund 1.300 Beschäftigten fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) eine Tariferhöhung von sechs Prozent und den Schutz vor Ausgliederungen in allen 13 Niederlassungen bundesweit.
"Wir befürchten, dass die tariflich abgesicherten Arbeitsplätze durch Leiharbeit und Werkverträge zu Dumpingpreisen ersetzt werden sollen", so Claus-Harald Güster, stellvertretender NGG-Vorsitzender. "Das können und werden wir nicht akzeptieren." Das Unternehmen wolle im Personalbereich 5,8 Millionen Euro innerhalb der nächsten drei Jahre einsparen. Das bedeute pro Beschäftigten 370 Euro monatlich weniger im Portemonnaie.
"Obwohl das Unternehmen schwarze Zahlen schreibt, wird unserer Tarifkommission ein sozialer Horrorkatalog vorgelegt. Wir werden uns mit allen gewerkschaftlichen Mitteln gegen diese Kahlschlagpolitik wehren", hat Güster angekündigt. "Schmutzkonkurrenten, die ohne Betriebsrat und Tarifverträge am Markt agieren, können nicht der Maßstab für die Arbeitsbedingungen in dieser Branche sein."
Die Eigentümer der Trinks GmbH sind die Brauereien Warsteiner, Krombacher und die Radeberger-Gruppe sowie Nestlé.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Hauptstadtbüro
Dr. Karin Vladimirov, Pressesprecherin
Luisenstr. 38, 10117 Berlin
Telefon: (030) 288849693, Telefax: (030) 288849699
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