Nicht auch noch Videokameras für Leserreporter
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband hat sich gegen die Ankündigung von Bild-Chefredakteur Kai Diekmann ausgesprochen, die so genannten Leserreporter der Bild-Zeitung auch noch kostenlos mit Videokameras auszurüsten. "Dadurch würde die Arbeit von Redakteuren und professionellen Freien weiter entwertet", erklärte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Mitmachjournalismus à la Bild schade auf Dauer dem Qualitätsprodukt Zeitung. Es sei nicht hinnehmbar, dass die Bilder filmender Leserreporter das Material von professionellen Journalisten auf den Online-Seiten der Bild-Zeitung verdrängten. "Leserreporter mögen ambitioniert sein", sagte Konken, "Gewährsleute für journalistische Qualität sind sie nicht."
"Die Amateure des Herrn Diekmann schaden dem Journalismus in zweifacher Hinsicht", sagte Konken. "Zum einen bedrohen sie die Arbeitsplätze gut ausgebildeter Profi-Journalisten, zum anderen das Ansehen des ganzen Berufsstandes." Der Bild-Chef sei gut beraten, sich endlich seiner Verantwortung für die Journalistinnen und Journalisten bei Bild zu stellen. "Diekmann dürfte der einzige sein, dem die Rolle des enfant terrible des Journalismus gefällt."
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV)
Hendrik Zörner, Pressesprecher, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pressehaus 2107, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7262792-0, Telefax: (030) 7262792-13
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