Pressemitteilung | Volkssolidarität Bundesverband e.V.
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Niveau der Rente muss wieder angehoben werden

(Berlin) - „Nach einem längeren Arbeitsleben muss die Rente für ein Alter in Würde reichen. Wird das nicht mehr gewährleistet, ist das Sicherungsniveau der gesetzlichen Rente neu zu bestimmen. Der Trend zur Rente auf Sozialhilfeniveau darf sich nicht durchsetzen“, erklärte der Präsident der Volkssolidarität, Prof. Gunnar Winkler, am Montag zu den Medienberichten über sinkende Rentenleistungen.

„Das Absinken der Rentenleistung seit dem Jahre 2000 ist ein Ergebnis der so genannten Rentenreformen, aber auch von Langzeitarbeitslosigkeit und steigenden Beiträgen bei Gesundheit und Pflege“, betonte Winkler. „Das Vertrauen, mit den in einem längeren Arbeitsleben erworbenen Ansprüchen einen angemessenen Lebensstandard im Alter sichern zu können, ist tief erschüttert.“

Die heutige Lage bei den Renten sei nicht überraschend, sondern Resultat einer bewussten Politik, das Rentenniveau abzusenken. So enthalte die Rentenformel inzwischen drei Kürzungsfaktoren: Abschläge für die private Altersvorsorge, den 2004 eingeführten Nachhaltigkeitsfaktor sowie einen „Nahholfaktor“ für weitere Kürzungen bei Rentenanpassungen nach 2010. Damit würden die Renten selbst bei steigenden Löhnen immer weiter zurückbleiben.
Danach seien im Jahre 2030 zum Erreichen einer – wie heute – armutsvermeidenden Grundsicherung bei einer Altersrente ab dem 65.
Lebensjahr 37 Entgeltpunkte erforderlich. Danach bräuchte selbst ein Durchschnittsverdiener 37 Beitragsjahre für eine Rente auf Sozialhilfeniveau, stellte der Verbandspräsident fest.

„Eine Neubestimmung des Rentenniveaus darf den heutigen Stand nicht weiter unterschreiten. Die einseitige Orientierung allein auf Beitragssatzstabilität und private Altersvorsorge gehen in die falsche Richtung. Auch die Jüngeren brauchen eine Perspektive für eine akzeptable Alterssicherung durch die gesetzliche Rente. Dazu müssen nicht unbedingt die Beiträge steigen oder das Renteneintrittsalter auf 67 angehoben werden.“

Winkler wies auf bereits lange diskutierte Reformoptionen hin: „Mittelfristig könnten eine Erwerbstätigenversicherung und eine sachgerechte Finanzierung versicherungsfremder Leistungen die gesetzliche Rentenversicherung stärken. Außerdem muss der Bund wieder angemessene Versicherungsbeiträge für Arbeitslose zahlen. Bei rückläufigen Arbeitslosen-Zahlen ist das nicht zu viel verlangt.“

Quelle und Kontaktadresse:
Volkssolidarität Bundesverband e.V. Tilo Gräser, PR-Referent Alte Schönhauser Str. 16, 10119 Berlin Telefon: (030) 27897100, Telefax: (030) 27593959

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