Pressemitteilung | Zentralverband des Deutschen Handwerks e.V. (ZDH)
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OECD-Economic Outlook sieht großen Reformbedarf in Deutschland

(Berlin) - Zur Veröffentlichung des OECD Economic Outlook am 3. Juni 2026 erklärt Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):
Auch aus den Analysen und Befunden des OECD Economic Outlook ergibt sich ein eindeutiger Handlungsauftrag an die Bundesregierung. Um die Rahmenbedingungen für Wachstum, Investitionen und Beschäftigung wieder spürbar zu verbessern, braucht Deutschland umfassende strukturelle Reformen. Der OECD-Bericht bestätigt, was viele Handwerksbetriebe seit Langem erleben. Externe Krisen, hohe Energiepreise und Handelskonflikte treffen hierzulande auf strukturelle Standortnachteile. Deutschland hat in wichtigen Wettbewerbsfragen an Boden verloren. Wer wieder aufschließen will, muss die Bremsen am eigenen Standort lösen. Die OECD sieht deshalb Reformen als dringlich an, die Verwaltungsverfahren vereinfachen, staatliche Mittel wirksamer einsetzen, Investitionen erleichtern und Betriebe und Unternehmen sowie Beschäftigte entlasten.

Der Bericht verweist zudem auf die sehr hohen Lohnzusatzkosten, die Arbeit in Deutschland im internationalen Vergleich verteuern. Dieser Befund deckt sich mit den Ergebnissen des jüngsten Frühjahrsgutachtens der Wirtschaftsweisen. Beide Analysen verweisen damit auf den erheblichen Reformbedarf in den Sozialversicherungssystemen, deren Finanzierung und Kostenentwicklung immer mehr die Wettbewerbsfähigkeit belasten.

Sowohl die OECD als auch die Wirtschaftsweisen zeigen, dass sich Deutschland weitere Reformverzögerungen nicht leisten kann. Globale Krisen lassen sich nicht verhindern, doch die Widerstandsfähigkeit des Standorts entsteht nicht auf den Weltmärkten, sondern vor der eigenen Haustür. Die größten Potenziale für mehr Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit liegen darin, die strukturellen Schwächen des Standorts entschlossen durch umfassende Reformen zu beheben. Das muss die Bundesregierung endlich beherzigen.

Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband des Deutschen Handwerks e.V. (ZDH), Anton-Wilhelm-Amo-Str. 20/21, 10117 Berlin, Telefon: 030 20619-0

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