Öffentliche Hilfen im Wohnungswesen schrumpfen gegen den Trend / Klimaschutzinvestitionen im Wohngebäudebestand steuerlich fördern
(Berlin) - In diesem Jahr erhält der Sektor Wohnungswesen 40 Prozent weniger öffentliche Hilfen als noch im Jahr 2007. Darauf macht die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Deutschland mit Hinweis auf den aktuellen Subventionsbericht der Bundesregierung aufmerksam. Wesentliche Gründe für den Rückgang seien die Streichung der Eigenheimzulage sowie der degressiven Abschreibung für den Mietwohnungsneubau. Die Subventionen des Bundes insgesamt stiegen dagegen um 3,4 Prozent.
Haus & Grund Deutschland begrüßt zwar die im Koalitionsvertrag vereinbarten Änderungen im Mietrecht, damit private Vermieter klima- und umweltfreundliche Modernisierungen einfacher umsetzen können. Der Verband hält jedoch angesichts des dringenden Handlungsbedarfs beim Klimaschutz ergänzende steuerliche Hilfen für unverzichtbar. "Die schwarz-gelbe Koalition sollte Investitionen unterstützen, von denen auch künftige Generationen profitieren. Das Geld dafür ist vorhanden." Kornemann wies darauf hin, dass die Senkung der Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen zu Steuermindereinnahmen von jährlich 945 Millionen Euro führt. Hingegen kosteten attraktivere Abschreibungsbedingungen für energetische Investitionen in den Wohnungsbestand den Staat maximal 500 Millionen Euro jährlich. Laut Haus & Grund schaffe der Staat damit Anreize, um jährlich hunderttausende zusätzliche Wohnungen klima- und umweltgerecht zu modernisieren.
Quelle und Kontaktadresse:
Haus & Grund Deutschland
Alexander Wiech, Leiter, Verbandskommunikation
Mohrenstr. 33, 10117 Berlin
Telefon: (030) 20216-0, Telefax: (030) 20216-555
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