Pressemitteilung | SPECTARIS. Deutscher Industrieverband für Optik, Photonik, Analysen- und Medizintechnik e.V.
Anzeige

Optische Technologien erneut im Fokus des Deutschen Zukunftspreises / Professor Dr. Stefan Hell gewinnt den 10. Deutschen Zukunftspreis für Mikroskop mit Nanoauflösung

(Berlin) - Gestern erhielt Prof. Dr. Stefan Hell den Zukunftspreis der Deutschen Wirtschaft aus den Händen des Bundespräsidenten Horst Köhler. Er steht damit in einer Reihe mit drei Preisträgern, die für Innovationen auf dem Gebiet der Optischen Technologien geehrt wurden. Hinter der Technologie, die auch durch den jüngsten Nobelpreis immer wieder für Aufsehen sorgt, steckt eine Industrie, die in Deutschland seit vielen Jahren für Wachstum und mehr Beschäftigung sorgt.

Optische Technologien stehen für Produkte und Verfahren, die alle Bereiche des Alltags erreicht, aber den wenigsten bewusst ist. Der DVD-Spieler und die Scannerkasse sind die greifbarsten Beispiele. Wenn in der Pharmaindustrie bis zu eine halbe Million Wirkstoffreaktionen für die Entwicklung eines neuen Medikaments untersucht werden müssen, geht das nur mit optischen Methoden. Wenn traditionelle Industrien wie der Schiffsbau in Deutschland erneut blühen, hat das auch mit moderner optischer Messtechnik und Laserschweißverfahren zu tun. Optische Technologien in der Mikroskopie haben die Medizin und Gentechnik in den letzten Jahren revolutioniert. Neue Mikroskopieverfahren sind die Voraussetzung, um Krankheiten wie Krebs zu verstehen und eines Tages auch ihre Ursache direkt zu bekämpfen. Die Mikroskopie, die von Prof. Hell entwickelt wurde, ermöglicht Untersuchungen an lebenden Zellen und deren Austauschprozesse mit Auflösungen jenseits der bisher für möglich gehaltenen theoretischen Grenzen. Vergleichbare Ergebnisse mit ähnlichen Auflösungen konnten bisher nur an toten Zellen im Elektronenmikroskop erreicht werden.

Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, wenn unter den vier Nominierten des diesjährigen Deutschen Zukunftspreises noch zwei weitere Arbeiten um das Thema Optik kreisen. Frau Dr. Schütze steht für eine Forschergruppe, die ein Verfahren zur berührungslosen Zellentnahme entwickelt hat. Die optische Laserpipette schließt jegliche Form von Verunreinigung bei der Probennahme aus und ist weltweit bereits im Einsatz. Herr Dr. Seekircher steht für eine Forschergruppe, die mittels Infrarottechnik die Nachtsicht beim Autofahren verbessert.

Erfindungen im Bereich Optischer Technologien bleiben nicht in den Räumen der Forschungsinstitute. Erst wenn Markterfolg und Erfindung zusammen kommen, kann man von Innovation reden. Das hat diese Branche seit Jahren verstanden und brilliert mit hervorragenden Branchenkennzahlen. Nach einem erfolgreichen Jahr 2005 rechnen die deutschen Hersteller von Lasern und Optischen Komponenten auch in 2006 mit deutlich steigenden Umsätzen. Ingesamt wird ein Umsatzplus von bis zu 20 Prozent prognostiziert. Auch für die kommenden fünf Jahre prognostizieren die Firmen ein jährliches Umsatzwachstum von etwa 10 Prozent. Mit rund 11 Prozent liegt der Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung am Gesamtumsatz (F&E-Quote) deutlich über dem Durchschnitt des Verarbeitenden Gewerbes (weniger als 5 Prozent). Fast 20 Prozent der Beschäftigten sind im F&E-Bereich tätig. Der Weltmarkt für Optische Technologien liegt bei über 150 Milliarden Euro. Mehr als 100.000 Beschäftigte sind alleine in Deutschland in diesem Bereich tätig. Ein Großteil der Beschäftigten arbeitet für kleine und mittlere Unternehmen. Die Arbeitsplätze gehören mit einem Wachstum von 3 Prozent zu den sichersten, die Deutschland zu bieten hat.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e.V. (SPECTARIS) Markus Saga, Leitung, Kommunikation Saarbrücker Str. 38, 10405 Berlin Telefon: (030) 414021-0, Telefax: (030) 414021-33

Logo verbaende.com
NEWS TEILEN:

NEW BANNER - Position 4 - BOTTOM

Anzeige