Pressemitteilung | Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
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Pkw-Absatz legt 2004 erstmals seit drei Jahren wieder zu

(Frankfurt am Main) - Der Pkw-Absatz in Westeuropa übertraf im Jahr 2004 mit 14,5 Mio. Fahrzeugen das Vorjahresergebnis um zwei Prozent. Damit konnte erstmals seit drei Jahren wieder ein höheres Absatzniveau erreicht werden. Gegenüber 1999 blieb das Zulassungsniveau jedoch noch um 560.000 Einheiten zurück. Hierin spiegelt sich auch die anhaltend unbefriedigende gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Westeuropa wider. Von den großen Volumenmärkten entwickelte sich Spanien (Zuwachs von zehn Prozent) im vergangenen Jahr überdurchschnittlich positiv und erreichte mit knapp 1,52 Mio. verkauften Fahrzeugen ein neues Rekordniveau. Der Pkw-Absatz in Italien (+0,5 Prozent), in Frankreich (+0,2 Prozent) sowie in Großbritannien (–0,5 Prozent) erreichte in etwa Vorjahresniveau. In Deutschland legten die Neuzulassungen leicht um 1 Prozent zu. Den größten Zuwachs erzielte Dänemark (25 Prozent), gefolgt von Griechenland (Zuwachs von dreizehn Prozent).

Zu den Gewinnern auf Herstellerseite gehörten im vergangenen Jahr die BMW Group (Zuwachs von zwölf Prozent), Smart (+21 Prozent) sowie Skoda (Zuwachs von 3 Prozent). Der Marktanteil der deutschen Konzernmarken legte leicht zu und lag bei etwas über 46 Prozent. Die französischen Anbieter mussten hingegen einen Absatzverlust von zwei Prozent hinnehmen; ihr Marktanteil sank um einen Prozentpunkt auf 24 Prozent. Der Dieselanteil an den in Westeuropa neu zugelassenen Personenkraftwagen erhöhte sich von Januar bis November 2004 um fünf Prozentpunkte auf 48 Prozent. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum wurden mit 6,6 Mio. Fahrzeugen dreizehn Prozent mehr Diesel-Pkw verkauft. Dagegen kam es bei den benzinbetriebenen Fahrzeugen zu einem Verkaufsrückgang um sieben Prozent. Die deutschen Hersteller konnten von der positiven Dieselentwicklung überdurchschnittlich profitieren; sie steigerten ihren Absatz von Diesel-Pkw in Europa um 14 Prozent und erzielten damit einen Marktanteil von gut 50 Prozent.

In den neuen EU-Ländern wurden im Gesamtjahr 2004 mit 818.400 Pkw fünf Prozent weniger Fahrzeuge verkauft als im Vorjahr. Nach einem schwungvollen Jahresbeginn mit einer Zuwachsrate von 14 Prozent in den ersten vier Monaten reagierten die Verbraucher nach dem EU-Beitritt mit großer Unsicherheit und Kaufzurückhaltung. Vorgezogene Pkw-Käufe, höhere Verbrauchsteuern sowie der Wegfall der Zölle auf Gebrauchtwagenimporte belasteten das Neuwagengeschäft spürbar. Von Mai 2004 bis Jahresende sank der Pkw-Absatz um dreizehn Prozent. Die Verbraucher warten derzeit die weitere Entwicklung der eigenen Einkommenssituation sowie der Neuwagenpreise ab. Mittelfristig sollte sich die Nachfrage nach neuen Pkw in diesen Ländern aber wieder beleben.

In Japan wurden im Jahr 2004 insgesamt 4,77 Mio Pkw abgesetzt – dies entsprach einem Zuwachs von sieben Prozent. Neben der Erholung der heimischen Wirtschaft und der gestiegenen Zuversicht der Verbraucher in die weitere konjunkturelle Entwicklung war dies nicht zuletzt das Ergebnis der zu Beginn des Jahres geänderten Zulassungskriterien: 2004 wurden erstmals Minivans, die bislang in den Statistiken der leichten Nutzfahrzeuge erschienen, dem Pkw-Bereich zugeordnet. Die japanischen Pkw-Importe beliefen sich auf 270.500 Fahrzeuge; dies entsprach einem Marktanteil an den gesamten Pkw-Verkäufen von nahezu sechs Prozent. Die Pkw-Importe wurden von den deutschen Herstellern mit einem Marktanteil von über 60 Prozent dominiert.

In den USA wurden 2004, wie bereits bekannt, ein Prozent mehr Light Vehicles verkauft; in den Mercosur-Staaten konnte ein kräftiger Zuwachs von 19 Prozent erzielt werden. Damit zeichnet sich für den weltweiten Absatz 2004 ein Zuwachs in der Größenordnung von vier Prozent ab.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) Westendstr. 61, 60325 Frankfurt Telefon: 069/975070, Telefax: 069/97507261

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