Pkw-Markt in Westeuropa im ersten Halbjahr 2006 leicht im Plus / Italien und Deutschland unter den Volumenmärkten mit Zuwächsen / Deutsche Hersteller überdurchschnittlich erfolgreich
(Frankfurt am Main) - In Westeuropa wurden im ersten Halbjahr 2006 7,94 Mio. Pkw und damit gut 1 Prozent mehr Fahrzeuge neu zugelassen. Damit entwickelt sich der Markt in Westeuropa wie der deutsche Markt und zeigt insgesamt nur eine geringe Dynamik, so Prof. Dr. Bernd Gottschalk, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). In Italien präsentierten sich die Neuzulassungen in weltmeisterlicher Form und lagen in den ersten sechs Monaten 8 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Unter den Volumenmärkten konnte Deutschland um über 1 Prozent zulegen, während der Absatz in Spanien (-1 Prozent), in Frankreich (-2 Prozent) sowie in Großbritannien (-4 Prozent) rückläufig war.
Die deutschen Hersteller verbuchten deutliche Zuwächse. So legten sie in Frankreich gegen den Trend um 1 Prozent zu und erhöhten ihren Marktanteil um 0,8 Prozentpunkte auf über 27 Prozent. In Spanien und Großbritannien steigerten sie ihren Absatz ebenfalls gegen den Gesamtmarkt um jeweils 2 Prozent und erreichten einen Marktanteil von 49 (+1,4 Prozentpunkte) respektive 40 Prozent (+2,3 Prozentpunkte). Die deutschen Hersteller haben ihre Marktchancen voll genutzt und profitieren von ihrer erfolgreichen Produktpalette, betonte der VDA-Präsident.
Im Juni lag der Pkw-Absatz in Westeuropa mit 1,42 Mio. Pkw 4 Prozent unter dem Vorjahresergebnis, allerdings war neben den im Vorfeld der Urlaubssaison nochmals deutlich gestiegenen Kraftstoffpreisen auch eine geringere Anzahl von Arbeitstagen in einigen Ländern für diesen Rückgang verantwortlich.
In Frankreich erreichten die Verkäufe im Juni mit 223.800 Pkw das Vorjahresvolumen. Die französischen Hersteller verzeichneten auf ihrem eigenen Markt erneut einen leichten Verkaufsrückgang. Der Absatz der ausländischen Anbieter kletterte dagegen um 1 Prozent und erreichte einen Marktanteil von knapp 43 Prozent. In Italien lag der Pkw-Absatz im Juni mit 206.800 Fahrzeugen 13 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Allerdings war der Vorjahresmonat im Zuge von Nachholeffekten nach streikbedingten Ausfällen im Mai 2005 stark überzeichnet.
In Spanien wurden im Juni mit 156.100 Pkw 4 Prozent weniger Fahrzeuge neu zugelassen. Die durch die anhaltend hohe Inflation gebremste private Pkw-Nachfrage gab um 6 Prozent, das Vermietgeschäft um 8 Prozent nach. Einzig die Nachfrage nach Firmenwagen verzeichnete einen Zuwachs von 7 Prozent.
In Großbritannien gab der Pkw-Absatz um 4 Prozent auf 219.500 Fahrzeuge nach. Die ersten Anzeichen einer Konjunkturerholung schlagen sich bislang nicht in der lahmenden privaten Pkw-Nachfrage (-6 Prozent) nieder. Die gewerbliche Pkw-Nachfrage verzeichnete einen Verkaufsrückgang um 2 Prozent. Der Anteil der privaten Neuzulassungen gab im Juni um 1 Prozentpunkt auf etwas über 42 Prozent nach.
Von Januar bis Mai 2006 entfielen mehr als die Hälfte der in Westeuropa neu zugelassenen Pkw auf Dieselfahrzeuge. Der Absatz von Diesel-Pkw legte um insgesamt 4 Prozent auf 3,26 Mio. Fahrzeuge zu. Besonders kräftig fiel der Dieselanstieg im Mini Segment (+43 Prozent) aus. Auch in der Oberen Mittelklasse (+9 Prozent) wurden deutlich mehr Selbstzünder verkauft. Dieses Segment verzeichnete mit 74 Prozent auch den höchsten Dieselanteil, gefolgt von der Mittelklasse mit einem Anteil von 68 Prozent. Prof. Gottschalk: Die deutschen Hersteller konnten vor allem mit ihrem Trumpf-As, dem Diesel, erfolgreich punkten.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
Eckehart Rotter, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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